Großstadt-Paar kauft altes Wirtshaus in der Uckermark und sucht nun Pächter
Großstadt-Paar kauft altes Wirtshaus in der Uckermark

Großstadt-Paar kauft altes Wirtshaus in der Uckermark und sucht nun Pächter

Valerie und Andreas Mahnert-Lueg haben ihr Herz an die Uckermark verloren. Das Paar aus München hat das lange leerstehende Lokal „Zur Linde“ in Weggun gekauft und umfassend saniert. Ursprünglich wollten sie die Immobilie an einen Gastronomen verpachten, doch ein Betreiber hat sich bislang nicht gefunden. Daher haben sie nun eine kreative Lösung gefunden.

Vom Leerstand zum Schmuckstück

Jahrelang stand das traditionsreiche Wirtshaus in Weggun leer. Generationen von Dorfbewohnern hatten hier einst gefeiert, gespeist und getanzt. Der Leerstand schmerzte die Bevölkerung, wie Valerie und Andreas Mahnert-Lueg in Gesprächen mit Einheimischen erfuhren. Das Paar, das bereits das Nachbargrundstück besitzt und regelmäßig mit seinen drei Kindern Zeit in der Uckermark verbringt, entschied sich zum Kauf.

Der 52-jährige Geschäftsführer aus der Parkhausbranche und die zwei Jahre jüngere Künstlerin investierten in die Sanierung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die alte Gaststätte hat sich zu einem echten Schmuckstück gemausert. Neben einem großen Saal für bis zu 80 Personen verfügt das Lokal nun über einen hübschen Tresenraum, eine moderne Küche, ein Spielzimmer, Sanitäranlagen und einen großen Außenbereich.

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Tag der offenen Tür und neue Vision

Da sich kein fester Pächter fand, trafen die Eigentümer eine mutige Entscheidung. Sie luden die gesamte Nachbarschaft zu einem Tag der offenen Tür ein, um ihre Vision vorzustellen. Ab sofort kann das Objekt stunden- oder tageweise gemietet werden. Potenzial sehen sie für Feiern wie Geburtstage, Hochzeiten und Firmenjubiläen, aber auch für Vereinszusammenkünfte, Gemeindeversammlungen, Tagungen, Yoga- und Tanzkurse.

„Es soll hier wieder Leben herrschen“, wünscht sich Valerie Mahnert-Lueg, deren Familie Wurzeln in der Uckermark hat. Als Kind war sie zwar nie in Weggun, doch als ihre Eltern das alte Forsthaus zurückkaufen konnten, nutzte sie die Chance, hier heimisch zu werden. „Wir sind seitdem alle total in diese Ecke verliebt, finden die Ruhe und die Natur wunderschön. Nicht zu vergessen die Menschen, denen wir mit unserer Investition ein bisschen was zurückgeben wollen.“

Persönliche Verbindung zur Region

Die Verbindung des Paares zur Uckermark ist tief. Hier schlossen sie 2004 in der Kirche Boitzenburg den Bund fürs Leben und feierten in Weggun. Vielleicht verschlägt es sie später als Ruheständler ganz in die Region. Im Lokal „Zur Linde“ könnten dann Silberne und Goldene Hochzeit über die Bühne gehen. Platz ist genug.

Für die Dorfbewohner ist die Wiederbelebung des Wirtshauses ein wichtiger Schritt. Der Tag der offenen Tür wurde gut angenommen, und die Gäste wurden mit leckerem Kuchen verwöhnt. Valerie und Andreas Mahnert-Lueg betonen, dass es ihnen nicht primär ums Geldverdienen geht, sondern um die Stärkung des Heimatgefühls und die Belebung des Dorflebens.

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