Immobilienmodernisierung finanzieren: Mit diesen Krediten sparen Hausbesitzer Tausende Euro
Eine neue Heizung, bessere Dämmung oder ein modernes Bad – schnell werden aus kleinen Plänen 20.000, 50.000 oder sogar 100.000 Euro. Höhere Summen, als man bar zur Verfügung hat. Es braucht Geld von der Bank. Wer hier falsch finanziert, zahlt am Ende oft Tausende Euro zu viel. Denn es gibt große Unterschiede: vom günstigen Förderkredit bis zum teuren Ratenkredit. Was Sie wissen müssen, lesen Sie mit BILDplus.
Die verschiedenen Kreditarten im Überblick
Für die Finanzierung von Modernisierungsmaßnahmen stehen Hausbesitzern mehrere Optionen zur Verfügung. Der klassische Ratenkredit ist schnell verfügbar, aber oft teurer. Ein Wohnkredit oder Baudarlehen hingegen bietet günstigere Zinsen, erfordert jedoch eine Grundschuld. Förderkredite von der KfW oder der BAFA sind besonders attraktiv, da sie niedrige Zinsen und Tilgungszuschüsse bieten. Die Wahl des richtigen Kredits hängt von der Höhe der Investition, der persönlichen Bonität und der Dauer der Finanzierung ab.
Wann eignen sich Ratenkredite?
Ein Ratenkredit ist ideal für kleinere Modernisierungen bis etwa 20.000 Euro, die schnell umgesetzt werden sollen. Die Auszahlung erfolgt meist innerhalb weniger Tage, und es sind keine Sicherheiten wie eine Grundschuld nötig. Allerdings sind die Zinsen höher als bei besicherten Darlehen. Für größere Summen lohnt sich ein Vergleich der effektiven Jahreszinsen, um nicht unnötig viel zu zahlen.
Wohnkredit oder Baudarlehen: Die bessere Wahl für größere Projekte
Bei Investitionen ab 50.000 Euro sind Wohnkredite oder Baudarlehen oft günstiger. Diese Darlehen werden durch eine Grundschuld auf der Immobilie abgesichert, was die Zinsen senkt. Die Laufzeit kann flexibel gestaltet werden, und Sondertilgungen sind häufig möglich. Allerdings ist der Aufwand höher, da die Bank eine Bewertung der Immobilie vornimmt. Ein Baudarlehen eignet sich besonders für umfassende Modernisierungen wie eine neue Heizung oder eine energetische Sanierung.
Förderkredite: Die günstigste Option
Die KfW bietet spezielle Förderkredite für energetische Sanierungen, wie die Programme 261 und 262. Diese Kredite haben extrem niedrige Zinsen und Tilgungszuschüsse von bis zu 20 Prozent der Investitionssumme. Auch die BAFA fördert Einzelmaßnahmen wie den Heizungstausch mit Zuschüssen. Voraussetzung ist, dass die Maßnahmen von einem Energieberater begleitet werden. Diese Förderung kann Tausende Euro sparen, sollte aber frühzeitig beantragt werden, da die Mittel begrenzt sind.
So sparen Sie bares Geld
Um die Finanzierungskosten zu minimieren, sollten Hausbesitzer mehrere Angebote vergleichen, die Laufzeit nicht zu kurz wählen und möglichst viele Eigenmittel einsetzen. Auch eine Kombination aus Förderkredit und Ratenkredit kann sinnvoll sein. Wichtig ist, die monatliche Belastung realistisch einzuschätzen, um keine Zahlungsschwierigkeiten zu bekommen. Mit der richtigen Strategie lassen sich im Vergleich zum teuersten Angebot mehrere Tausend Euro sparen.



