Immobilienverband Nord: Talsohle beim Wohnungsbau in Hamburg durchschritten
Nach Jahren der anhaltenden Krise in der Bauwirtschaft sehen die freien Immobilien- und Wohnungsunternehmen im Norden Deutschlands endlich wieder Licht am Ende des Tunnels. Der BFW Landesverband Nord meldet ermutigende Signale für eine Trendwende beim dringend benötigten Wohnungsbau, insbesondere in der Metropolregion Hamburg.
Vorsichtiger Optimismus nach schwierigen Jahren
„Es sieht so aus, als ob die Talsohle beim Wohnungsbau durchschritten ist“, erklärte Kay Brahmst, der Vorstandsvorsitzende des BFW Landesverbands Nord. Diese Einschätzung stützt sich auf das aktuelle Neubaumonitoring des Verbands, das für das vergangene Jahr deutliche Verbesserungen zeigt. Nach einer langen Phase der Stagnation und Rückgänge geben die neuesten Zahlen Anlass zu vorsichtigem Optimismus.
Deutliche Zuwächse bei Fertigstellungen und Baustarts
Die Mitgliedsunternehmen des Verbands haben im Jahr 2025 in Hamburg insgesamt 2.058 Wohnungen fertiggestellt. Dies entspricht einem bemerkenswerten Plus von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch eindrucksvoller fällt die Entwicklung bei den neu begonnenen Bauvorhaben aus: Mit dem Bau von 644 Wohnungen wurde im vergangenen Jahr begonnen, was einem kräftigen Zuwachs von 16,5 Prozent gleichkommt.
Explosiver Anstieg der geplanten Baustarts für 2026
Der eigentliche Grund für die optimistischere Stimmung liegt jedoch in den Planungen für das laufende Jahr 2026. Die Mitgliedsunternehmen des BFW Landesverbands Nord haben angekündigt, in diesem Jahr mit dem Bau von insgesamt 2.291 Wohnungen beginnen zu wollen. Diese Zahl stellt einen geradezu explosiven Anstieg von 127 Prozent im Vergleich zu den Baustarts des Vorjahres dar und unterstreicht die wiedererstarkte Investitionsbereitschaft der Branche.
Wichtiger Akteur im norddeutschen Wohnungsmarkt
Der BFW Landesverband Nord vertritt nach eigenen Angaben rund 230 Mitgliedsunternehmen, die gemeinsam etwa 180.000 Wohnungen in Norddeutschland verwalten. In Hamburg sind diese Unternehmen für mehr als 60 Prozent des gesamten Neubauvolumens verantwortlich, was ihre zentrale Rolle für die Wohnungsversorgung in der Hansestadt unterstreicht. Die positive Entwicklung in diesem Segment könnte daher signifikante Auswirkungen auf den gesamten regionalen Immobilienmarkt haben.
Obwohl die Zahlen ermutigend sind, bleibt die Branche angesichts der vergangenen Herausforderungen vorsichtig optimistisch. Die deutlich gestiegenen Planungszahlen für 2026 deuten jedoch darauf hin, dass sich der Wohnungsbau in Norddeutschland allmählich von den Krisenjahren erholt und wieder an Dynamik gewinnt.



