Stiftung Warentest muss für fehlerhaften Test zahlen
Stiftung Warentest haftet für Testfolgen

Stiftung Warentest muss für wirtschaftliche Schäden haften

Die Stiftung Warentest wurde vom Oberlandesgericht Frankfurt zur Haftung für die wirtschaftlichen Folgen eines von ihr beauftragten Tests verurteilt. Der Rauchmelder-Hersteller Pyrexx erhält Schadensersatz, dessen genaue Höhe nun das Landgericht als Vorinstanz festlegen muss. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Negativer Test führte zu Auftragsverlusten

Dem Berliner Mittelständler waren nach eigenen Angaben nach einem negativen Testurteil aus dem Jahr 2020 mit der Note „Mangelhaft (5,0)“ Aufträge und Kunden verloren gegangen. Das Unternehmen betont: „Millionen Haushalte waren verunsichert, das Geschäft brach ein, jeder dritte Mitarbeiter verlor seinen Job.“ Pyrexx fordert 7,7 Millionen Euro Schadensersatz.

Stiftung Warentest sieht Verbraucherschutz gestärkt

Die Stiftung Warentest erklärte, dass die Entscheidung des OLG den Verbraucherschutz stärke, da sie vergleichende Warentests weiterhin ermögliche. Ein Sprecher der Stiftung sagte: „Gleichzeitig akzeptieren wir die Entscheidung des Gerichts, dass wir für unsere Pflichtverletzung haften müssen.“ Die geforderte Summe hält die Stiftung jedoch für „realitätsfern“.

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Hintergrund des Rechtsstreits

Bereits in erster Instanz hatte die Stiftung vor dem Landgericht Frankfurt sämtliche Unterlassungsansprüche des Unternehmens anerkannt und das falsche Testergebnis zurückgezogen. Schadensersatz wollte die Stiftung jedoch nicht leisten und legte Berufung ein. Einen angekündigten erneuten Brandmelder-Test hat sie bislang nicht veröffentlicht.

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