Millionenloch in Allstedt: Hohe Steuereinnahmen als Problem
Millionenloch in Allstedt: Steuereinnahmen als Problem

Allstedt/MZ. - Klingt verrückt: Ausgerechnet die hohen Steuereinnahmen, die Allstedt in den vergangenen beiden Jahren hatte, sorgen beim Haushalt 2026 für Probleme. Der Entwurf wurde jetzt dem Haupt- und dem Finanzausschuss des Stadtrats in einer gemeinsamen Sitzung vorgestellt. In der Sitzung am 1. Juni kommt in Allstedt der Haushaltsplan für dieses Jahr auf den Tisch. Demnach wird die Einheitsgemeinde rund 2,5 Millionen Euro mehr ausgeben, als sie an Einnahmen erwartet.

Das Paradoxon der hohen Steuereinnahmen

Die hohen Steuereinnahmen aus den Jahren 2024 und 2025 sind nun ein Problem. Sie führten dazu, dass Allstedt im laufenden Jahr mit deutlich geringeren Schlüsselzuweisungen vom Land rechnen muss. Diese Zuweisungen richten sich nach der Steuerkraft der Gemeinde. Je höher die eigenen Einnahmen, desto weniger Geld fließt aus dem Finanzausgleich. Dadurch entsteht ein Loch im Haushalt von etwa 2,5 Millionen Euro.

Ursachen und Folgen

Die Stadt hatte in den Vorjahren unerwartet hohe Gewerbesteuereinnahmen verbucht. Nun, da diese Mittel nicht mehr in gleicher Höhe anfallen, sinken die Gesamteinnahmen drastisch. Gleichzeitig steigen die Ausgaben, etwa für Personal, Soziales und Investitionen. Der Haushaltsentwurf sieht daher Einsparungen vor, die in den kommenden Wochen diskutiert werden müssen.

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„Wir stehen vor einer schwierigen Aufgabe“, erklärte ein Sprecher der Stadtverwaltung. „Die hohen Einnahmen der Vergangenheit haben uns kurzfristig geholfen, aber nun müssen wir die Folgen tragen.“ Der Stadtrat wird in der Sitzung am 1. Juni über den Haushaltsplan abstimmen. Bis dahin sind noch Änderungen möglich.

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