Landwirtschaftsministerin beeindruckt von Avebe-Innovationen in Dallmin
Ministerin lobt Avebe-Innovationen in Dallmin

Brandenburgs Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt (SPD) besuchte die Avebe Kartoffelstärkefabrik Prignitz/Wendland in Dallmin. Bevor der Werksrundgang beginnen konnte, musste die Ministerin mit Sicherheitsschuhen, Warnweste und Helm ausgerüstet werden. Geschäftsführer Alexis Kydonopoulos, Werkleiter Sebastian Grocholl und Agro-Manager Matthias Eikens führten sie zuerst in die Kartoffelstärkefabrik.

Moderne Überwachung in der Schaltzentrale

Im Herzstück der Fabrik, der Schaltzentrale, wird das Geschehen aus allen Bereichen auf 16 Monitoren überwacht. Störungen können so schnell erkannt werden. Aufgrund der hohen hygienischen Anforderungen in der Lebensmittelindustrie wurde die Ministerin nicht in den produzierenden Bereich geführt.

Eiweißfabrik und Energieeffizienz

Nach einem Gebäudewechsel besichtigte die Gruppe die Eiweißfabrik. Dort wird parallel zur Stärkeherstellung Eiweiß produziert. Sebastian Grocholl erklärte, dass das Fruchtwasser der Kartoffel mit einer Ultrafiltrationsanlage aufkonzentriert wird. Diese Technik spart zwei Drittel der Energiekosten. Die neue Wasseraufbereitungsanlage ist ebenfalls hochmodern.

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Kampagne und Ausbildung

Auf die Frage der Ministerin zur Kampagnendauer antwortete Kydonopoulos: „In der Regel von August bis Februar. Dieses Jahr haben wir aufgrund der guten Ernte um eine Woche bis in den März verlängert.“ Während der Kampagne laufen 160 Produktionsstunden pro Woche im Schichtsystem.

Mittelstädt erkundigte sich auch nach der Ausbildung. Grocholl sagte: „Wir fangen wieder damit an. Wir haben Bewerber zum Anlagen- und Maschinenfahrer.“ Kydonopoulos ergänzte: „Es ist schwierig, geeignete Kandidaten zu finden. Aber wir präsentieren uns auf Ausbildungsmessen.“ Eikens betonte die Herausforderung im ländlichen Raum: „Junge Leute, die die Vorteile des Landlebens erkennen, müssen wir gewinnen.“

Herausforderungen und Bürokratie

In einem Vieraugengespräch machten die Avebe-Vertreter deutlich, wo der Schuh drückt: Energiepreise, -versorgung und überhöhter bürokratischer Aufwand. Mittelstädt sagte: „Die gesamte Industrie leidet unter den Energiepreisen. Wir stehen im Austausch mit Ministerpräsident Woidke und Wirtschaftsministerin Klement.“ Sie schlug vor, die Wirtschaftsministerin nach Dallmin einzuladen.

Die Ministerin lobte: „Ich erlebe hier positiv, wie durch Innovation und Technologie Energie gespart wird. Dieses Unternehmen verbindet Landwirtschaft und ländlichen Raum.“

Forderung nach Bürokratieabbau

Alexis Kydonopoulos äußerte sich im Gespräch: „Es ist erfreulich, wenn die Politik uns besucht. Den Gesprächen müssen Taten folgen.“ Eine klare Forderung ist der Abbau von Bürokratie: „Nebenbestimmungen und Auflagen in Genehmigungsverfahren lassen sich wirtschaftlich nicht umsetzen. Dass wir für Umweltschutz und Nachhaltigkeit einstehen, ist für uns selbstverständlich.“

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