Flitterwochen enden im Albtraum: Hai greift spanischen Bräutigam auf Malediven an
Was als traumhafter Beginn einer Ehe auf den paradiesischen Malediven geplant war, endete in einem blutigen Drama. Ein 31-jähriger Spanier aus Alicante wurde während seiner Flitterwochen von einem Hai angegriffen und verlor dabei sein Bein. Der Vorfall ereignete sich am Montag vor der Insel Kooddoo im Gaafu-Alif-Atoll und versetzte die Tourismusbranche in Alarmbereitschaft.
Blutiger Angriff im kristallklaren Wasser
Das frisch vermählte Paar befand sich während eines Ausflugs im Meer, als plötzlich ein Hai auftauchte. Mit einem einzigen, verheerenden Biss griff das Tier den 31-jährigen Bräutigam an und zerfetzte dessen Bein. Wie die spanische Zeitung „El Periódico Mediterráneo“ unter Berufung auf Familienangehörige berichtete, verlor der Assistenzarzt vom Hospital General in Alicante enorme Mengen Blut. Noch am Ort des Geschehens erfolgte eine Notversorgung, bevor er in ein Krankenhaus auf den Malediven gebracht wurde.
Der Zustand des Spaniers war kritisch. Er musste auf der Intensivstation künstlich am Leben gehalten werden. Die Ärzte sahen sich gezwungen, das schwer verletzte Bein zu amputieren, um sein Überleben zu sichern. Aus dem Umfeld der Familie heißt es: „Sie versuchen, ihn zu retten… die medizinischen Bedingungen dort sind sehr prekär.“
Vorwürfe gegen Tour-Firma und gefährliche Zone
Die Familie des Opfers erhebt schwere Vorwürfe gegen das verantwortliche Tour-Unternehmen und spricht von „grober Fahrlässigkeit“. Medienberichten zufolge ereignete sich der Angriff in der Nähe einer Fischverarbeitungsanlage auf Kooddoo – einer Gegend, die als Zone mit erhöhter Haiaktivität bekannt ist. Dort gelangen regelmäßig Fischreste ins Meer, was Haie anlocken kann. Die Ehefrau des Verletzten erstattete bereits Anzeige bei den Behörden auf den Malediven.
Seltene Vorfälle mit schwerwiegenden Folgen
Obwohl Haiangriffe weltweit selten sind und auf den Malediven nur vereinzelt vorkommen, zeigt dieser Vorfall die potenziellen Gefahren in bestimmten Meeresregionen. Weltweit werden jährlich nur einige Dutzend unprovozierte Haiattacken registriert, doch die Folgen können verheerend sein. Dieser tragische Fall wirft Fragen zur Sicherheit von Touristen in bekannten Risikozonen auf und könnte langfristige Auswirkungen auf den Tourismussektor der Malediven haben.
Die spanischen Behörden stehen in Kontakt mit den maledivischen Stellen, um den Vorfall aufzuklären und Unterstützung für den schwer verletzten Landsmann zu organisieren. Der weitere Gesundheitszustand des 31-Jährigen bleibt kritisch, während seine Familie um sein Überleben bangt.



