Handwerk und Herzblut für den Harz: Projektarbeit erneuert Wanderinfrastruktur
Mit großem Engagement und handwerklichem Geschick haben Teilnehmer eines Projekts des VHS-Bildungswerks Quedlinburg die Wanderinfrastruktur rund um Friedrichsbrunn im Harz grundlegend erneuert. Die Arbeiten umfassten nicht nur die Sanierung historischer Sitzbänke, sondern auch das Freischneiden von Wegen und die Reparatur eines Schutzhüttendachs.
Historische Grenzweg-Bank wieder nutzbar
Ein besonderes Highlight der Projektarbeit ist die vollständige Erneuerung einer Unikat-Sitzbank des Harzklub-Zweigvereins Friedrichsbrunn. Diese befindet sich am historischen Grenzweg zwischen Anhalt und Preußen, direkt neben dem Grenzstein aus dem Jahr 1603. Die Bank war zuvor in einem schlechten Zustand und konnte nun durch die Projektteilnehmer wiederhergestellt werden.
Thomas Jung, Mitarbeiter des AWZ, Projekt-Anleiter und Vorsitzender des Harzklub-Zweigvereins Friedrichsbrunn, betonte die Bedeutung dieser Arbeiten: „Diese historischen Elemente sind Teil unseres kulturellen Erbes im Harz. Ihre Erhaltung sichert nicht nur die Nutzbarkeit für Wanderer, sondern bewahrt auch ein Stück Regionalgeschichte.“
Umfangreiche Arbeiten mit Motorsense und Pinsel
Die Projektteilnehmer setzten verschiedene Werkzeuge und Techniken ein, um die Arbeiten durchzuführen:
- Mit Motorsensen wurden überwucherte Wanderwege freigeschnitten und wieder begehbar gemacht
- Historische Bänke wurden abgeschliffen, gestrichen und mit Schutzlack versehen
- Ein Schutzhüttendach wurde komplett saniert und wetterfest gemacht
- Die charakteristische Astgabel mit Hinweisschildern wurde erneuert und aufgestellt
Solveig Scholz, Mitarbeiterin bei Koba, die ebenfalls an dem Projekt beteiligt war, erklärte: „Die Arbeit war anstrengend, aber äußerst lohnend. Zu sehen, wie sich die Wege und Bänke durch unsere Mühen verwandeln, gibt einem ein besonderes Gefühl der Zufriedenheit.“
Freude bei Wanderern und Stempelsammlern
Die erneuerten Wanderwege und Sitzgelegenheiten kommen besonders bei zwei Gruppen gut an: den Wanderern, die nun wieder komfortable Rastmöglichkeiten vorfinden, und den Stempelsammlern, die im Harz an verschiedenen Stationen Stempel für ihre Wanderpässe sammeln. Die verbesserte Infrastruktur macht das Wandern in der Region um Friedrichsbrunn attraktiver und sicherer.
Das Projekt des VHS-Bildungswerks Quedlinburg zeigt beispielhaft, wie durch gemeinschaftliches Engagement und handwerkliches Können wertvolle Elemente der Wanderinfrastruktur erhalten werden können. Die Arbeiten tragen nicht nur zur Attraktivität der Region bei, sondern bewahren auch historische Zeugnisse für kommende Generationen.



