Tradition trifft Multikulti: Hofbräu erobert das Münchner Bahnhofsviertel
Mitten im lebendigen und bunten Bahnhofsviertel von München hat ein neues Hofbräu-Wirtshaus seine Pforten geöffnet. Das Lokal im Deutschen Theater in der Schwanthalerstraße vereint bayerische Küche, prominente Gäste und einen erfahrenen Wirt, der das Viertel seit Jahren prägt. Frank Mansory, bekannt aus der Trattoria Mia und dem ehemaligen Lokal Sojo, setzt nun auf eine besondere Mischung aus Tradition und multikulturellem Flair.
Vom asiatischen Restaurant zum bayerischen Wirtshaus
Frank Mansory engagiert sich seit vielen Jahren für das Bahnhofsviertel. Zuvor servierte er im selben Gebäude asiatische Küche, doch seit zwei Wochen weht dort ein bayerischer Wind. Gemeinsam mit Hofbräu hat er das Sojo in ein vollwertiges bayerisches Wirtshaus verwandelt. Am Donnerstagabend feierte er die Eröffnung gemeinsam mit Thomas Linsmayer, dem Chef des Deutschen Theaters, Vertretern von Hofbräu und zahlreichen Freunden des Hauses.
Unter den ersten Gästen befanden sich die Kabarettistin Luise Kinseher sowie die Schauspielerinnen Angela Ascher und Johanna Bittenbinder. „Wir haben die unterschiedlichsten Konzepte ausprobiert. Aber das ist genial und passt perfekt zu uns“, erklärt Thomas Linsmayer. „Das Bahnhofsviertel ist nicht das feinste, aber es macht sich“, fügt er hinzu.
Spirituelle Einweihung und bayerische Spezialitäten
Um das Hofbräu im Deutschen Theater spirituell aufzuladen, luden Mansory und Linsmayer Pfarrer Rainer Maria Schießler von St. Maximilian zur Einweihung ein. „Das Glockenbachviertel kriegt schon Schnappatmung“, scherzte der Geistliche, bevor er das Wirtshaus und die Gäste segnete.
Frank Mansory träumte schon lange von einem bayerischen Lokal im Viertel – mit Bier von Hofbräu, das international bekannt und bei Einheimischen geschätzt ist. „Ich habe selber nie Bier getrunken“, gesteht er, „aber seit wir eröffnet haben, trinke ich jeden Tag ein Bier“. Unter Aufsicht von Thomas Linsmayer schlug er sogar den Wechsel ins Bierfass.
Seit der Eröffnung vor zwei Wochen strömen die Gäste in Scharen herbei. „Ich mache mir schon langsam Sorgen um mein Lokal gegenüber“, bemerkt Mansory lachend. Auf der Speisekarte stehen traditionelle bayerische Gerichte wie Schweinsbraten für 17,90 Euro und Kasspatzn für 15,80 Euro. Doch vieles wird ein wenig anders zubereitet.
Die Schweinswürstel (15,80 Euro) liegen nicht auf Sauerkraut, sondern auf Dunkelbiersoße mit Chili-Kraut. Zur Brotzeit gibt es Knusper-Schweinsbauch auf Krautsalat mit Pflaume und Limette für 16,80 Euro. Wer nichts essen möchte, kann sich eine Halbe Bier für 5,60 Euro im Stehbereich genehmigen – vor, nach oder ganz ohne Theaterbesuch.
Ein neuer Treffpunkt für Einheimische und Touristen
Neben den Besuchern des Deutschen Theaters lockt das Wirtshaus auch viele Touristen an, die aufgrund der umliegenden Hotels im Bahnhofsviertel unterwegs sind. Das Hofbräu im Deutschen Theater entwickelt sich so zu einem lebendigen Treffpunkt, der die bayerische Tradition mit dem multikulturellen Charakter des Viertels verbindet. Frank Mansorys Vision eines Lokals, das sowohl Einheimische als auch internationale Gäste anspricht, scheint bereits erfolgreich umgesetzt zu sein.



