Dramatische Rettungsaktion vor Film-Insel: Kreuzfahrtschiff läuft in Südsee auf Riff
Im Paradies der Südsee kam es zu einem beängstigenden Zwischenfall. Was als idyllische Kreuzfahrt begann, endete für 30 Urlauber in einem Albtraum: Vor der berühmten Insel Monuriki, bekannt als Drehort des Hollywood-Films Cast Away mit Tom Hanks, lief ihr Schiff auf ein gefährliches Riff auf. Die anschließende Evakuierung gestaltete sich äußerst dramatisch.
Schiff havariert trotz gesetztem Anker
Das Kreuzfahrtschiff Fiji Princess war am Samstag in der Nähe der unbewohnten Insel Monuriki auf Grund gelaufen. Das Tourismusunternehmen Blue Lagoon Cruises bestätigte den Vorfall und gab erste Details bekannt. Demnach soll eine plötzliche, schwere Böe das etwa 55 Meter lange Schiff trotz gesetzten Ankers unkontrolliert in Richtung eines Korallenriffs gezogen haben. Die Folgen waren verheerend:
- Schwere Schäden an der linken Heckseite
- Beschädigung der Steueranlage
- Ausfall des Hauptmotors
- Wassereinbruch in mehrere Bereiche
Laut einem Bericht des Guardian konnten die technischen Systeme dem plötzlichen Druck nicht standhalten. Glücklicherweise wurde bei dem Unglück niemand verletzt.
Alle Passagiere sicher evakuiert
In einer koordinierten Rettungsaktion wurden alle 30 Passagiere sowie mehrere Besatzungsmitglieder sicher von Bord gebracht. Am Sonntagmorgen erreichte schließlich eine Fähre das havarierte Schiff und brachte die Urlauber samt ihrem Gepäck in Sicherheit. Ihr Ziel war der Hafen von Denarau auf Fidschi, wo sie medizinisch versorgt und betreut wurden.
Die Insel Monuriki erlangte weltweite Bekanntheit durch den Film Cast Away aus dem Jahr 2000, in dem Tom Hanks die Hauptrolle spielte. Nun wird sie erneut in den Schlagzeilen stehen – allerdings unter tragischen Umständen.
Wettlauf gegen Zeit zum Schutz der Meeresumwelt
Während die Passagiere in Sicherheit sind, beginnt vor Ort ein kritischer Wettlauf gegen die Zeit. An Bord der Fiji Princess befanden sich etwa 20.000 Liter Diesel, die nun eine ernsthafte Bedrohung für die empfindliche Meeresumwelt darstellen. Die Einsatzkräfte haben vorsorglich spezielle Ausrüstung gegen mögliche Ölverschmutzungen an den Unglücksort gebracht.
Ein Bergungsspezialist aus Australien koordiniert die laufenden Arbeiten. Aktuell werden Treibstoff und Öle abgepumpt, um ein Auslaufen in das kristallklare Wasser der Südsee zu verhindern. Sobald sich die Wetterbedingungen beruhigen, soll das beschädigte Schiff geborgen werden. Parallel dazu laufen bereits die Ermittlungen zur genauen Unglücksursache.
Die Behörden und Umweltschutzorganisationen beobachten die Situation mit großer Sorge, da das Riff vor Monuriki Teil eines sensiblen Ökosystems ist, das durch Ölverschmutzungen langfristig geschädigt werden könnte.



