Wittenberge erhält neues Modulhotel: 22 Zimmer entstehen auf ehemaliger Brachfläche
Neues Modulhotel in Wittenberge: Eröffnung 2026

Aus Brachfläche wird Hotel: Wittenberge erhält neues Modulquartier

In Wittenberge wird auf einer rund 2000 Quadratmeter großen Brachfläche an der Lenzener Chaussee ein neues Hotel entstehen. Der bayerische Unternehmer Sebastian Waltl plant dort ein 22-Zimmer-Haus der Kette WMM, das bereits im Sommer 2026 seine ersten Gäste empfangen soll.

Modulbauweise ermöglicht schnelle Realisierung

Die Besonderheit des Projekts liegt in der Bauweise: Das Hotel wird aus vorgefertigten Modulen errichtet, die in Waltls Betrieb in Illertissen bei Ulm produziert werden. „Mitte März, wenn der Frost hoffentlich vorüber ist, sollen die Bagger rollen“, erklärt der erfahrene Hotelbetreiber, der bereits über 110 solcher Hotels in ganz Deutschland realisiert hat, darunter in Salzwedel, Gardelegen und Magdeburg.

Die Modulbauweise ermöglicht eine außergewöhnlich schnelle Bauzeit, sodass bereits im Juni oder Juli 2026 mit der Eröffnung gerechnet werden kann. „Wir entwickeln uns langsam von Süd- nach Norddeutschland“, so Waltl über seine Expansion.

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Landesgartenschau als wichtiger Impulsgeber

Der Standort Wittenberge wurde nicht zufällig gewählt. Eine wesentliche Rolle spielt die für 2027 geplante Landesgartenschau (Laga). Ernst Volkhardt, Geschäftsführer der Laga-Gesellschaft, und Wittenberges Bauamtsleiter Martin Hahn hatten aktiv auf den Investor zugegangen, um das Projekt voranzutreiben.

„Ein Lob an die Mitarbeiter der Stadt“, betont Waltl. „Die Verhandlungen seien positiv verlaufen, die Baugenehmigung habe schnell vorgelegen. Wittenberge ist eine Stadt im Umbruch und Aufbruch. Man sieht die Handschrift, dass die Verantwortlichen hier etwas bewegen wollen.“

Verkehrsgünstige Lage und digitale Ausstattung

Das künftige Hotel profitiert von seiner verkehrsgünstigen Position an der künftigen Anschlussstelle der im Bau befindlichen A14. Damit richtet es sich nicht nur an Laga-Besucher, sondern auch an:

  • Radtouristen auf der Elbe-Route
  • Monteure in den Gewerbegebieten Wittenberges
  • Geschäftsreisende der Region

Die 22 Doppelzimmer werden jeweils 22 Quadratmeter groß sein und ausschließlich digital vermarktet:

  1. Buchungen erfolgen nur online
  2. Der Check-in funktioniert komplett digital
  3. Gäste erhalten nach Buchung einen Türcode
  4. Eine physische Rezeption gibt es nicht
  5. Frühstück oder andere Mahlzeiten werden nicht angeboten

„Wenn es mit dem Check-in mal nicht klappt, haben wir eine Notfallnummer“, erklärt Waltl. Buchungen sind auch über gängige Portale wie booking.com möglich.

Positive Effekte für das Umfeld

Der Unternehmer verspricht positive Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft: „Die Geschäfte ringsum profitieren davon“. An anderen Standorten hätten etwa Fast-Food-Ketten wie McDonalds nach Hotel-Eröffnungen Frühstücksangebote eingeführt. In Wittenberge liegen Supermärkte wie Netto und das Edeka-Center in unmittelbarer Nähe.

Die Attraktivität der Modulbauweise zeigt sich auch an Waltls Kundschaft: Zu seinen Auftraggebern gehört unter anderem die bundesweit tätige Wohnungsgesellschaft Vonovia. Für die Zukunft ist sogar ein möglicher Anbau an das Hotel denkbar, so der Unternehmer.

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