Kult-Eisdiele in Rostock startet mit ungewöhnlichen Kreationen durch
Nach anderthalb Jahren der Schließung erlebt die beliebte Eisdiele Eisscholle in der Rostocker Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) einen fulminanten Neustart. Ab Mittwoch, dem 4. März, öffnen die neuen Betreiber Xaver-Malte Amirov (29), seine Mutter Elli Amirova (51) und Linda-Marie Tollkamp (34) die Türen der traditionsreichen Adresse in der Waldemarstraße. Das Trio verspricht nicht nur klassische Sorten wie Vanille und Schokolade, sondern auch kulinarische Überraschungen der besonderen Art.
Von Gurkensalat bis Hundeleckerli: Die ungewöhnliche Eispalette
Im Fokus stehen ausgefallene Kreationen, die Gaumen und Sinne herausfordern sollen. Gurkensalat-Eis mit Gurke, Dill, Essig, Salz und Pfeffer gehört ebenso zum Repertoire wie Schokolade mit Chili, Kirsche mit Gin und Matcha-Eis. Alle Soßen werden aus aufgekochten und pürierten Früchten selbst hergestellt. Besonders im Blick haben die Betreiber auch tierische Gäste: Regelmäßig wechselnde Hunde-Eissorten – zuckerfrei und auf die Verdauung von Hunden abgestimmt – ergänzen das Angebot. Den Anfang macht eine Mischung aus Banane, Leinöl, Joghurt und Erdnussmus.
Vegane Stroopwafels und nachhaltige Philosophie
Ein weiteres Highlight sind hausgemachte vegane Stroopwafels, die Linda-Marie Tollkamp auf einem Markt in Rotterdam entdeckte. Die warm verkauften Waffeln aus einem teigigen Zimt-Karamell-Gemisch können mit einer Kugel Eis belegt oder in Schokolade getaucht werden. „Wir haben uns bewusst für eine vegan-freundliche und nachhaltige Ausrichtung entschieden“, erklärt Tollkamp. Das Trio setzt auf eine bunte Mischung aus bekannten Sorten, Sorbets und veganen Varianten, wobei jeder Partner seine spezifischen Stärken einbringt.
Persönliches Engagement und lokale Verwurzelung
Xaver-Malte Amirov, der eine Weiterbildung absolvierte, widmet sich nun vollständig der Eisherstellung. Seine Mutter Elli Amirova übernimmt die Büroarbeit, während Linda-Marie Tollkamp als gelernte Bäckereifachverkäuferin ihr Fachwissen einbringt. Die Verbindung zum Standort ist tief verwurzelt: Amirov kennt den früheren Betreiber Ali Dögüs seit Schulzeiten. „Als das Angebot kam, hat es sich absolut richtig angefühlt“, so Amirov. Gemeinsam investierten die drei ihre Ersparnisse in das Projekt.
Praktische Details zum Start
Zum Auftakt stehen 18 Eissorten und 14 Toppings zur Auswahl, wobei eine Kugel zwei Euro kostet und bunte oder Schokostreusel gratis dazu gegeben werden. Die Produktion erfolgt im hinteren Bereich des etwa 40 Quadratmeter großen Ladens. Die Öffnungszeiten beginnen zunächst von 10 bis 16 Uhr, sollen im Hochsommer jedoch bis 21 Uhr ausgeweitet werden. Die Saison ist vorläufig bis Ende November geplant. „Aktuell konzentrieren wir uns auf den Außerhausverkauf, um erst einmal in unsere Abläufe hineinzufinden“, berichtet Tollkamp. Die Vorfreude auf den Start ist bei allen Beteiligten spürbar groß.



