Insolvenz in Rostocks Hafenterrassen: Rittmeister-Destille meldet Insolvenz an
Rostocker Rittmeister-Destille meldet Insolvenz an

Insolvenzantrag in Rostocks Hafenterrassen: Rittmeister-Destille muss schließen

Die Hafenterrassen im Rostocker Stadthafen erweisen sich erneut als herausfordernder Standort für Gastronomiebetriebe. Nachdem bereits das bekannte Schokoladengeschäft de Prie hier schließen musste, hat nun auch die Rittmeister-Destille Insolvenz angemeldet. Der Rostocker Hotelier und Gastronom Andreas Barnehl, der die Räumlichkeiten vor eineinhalb Jahren übernahm, sieht sich mit den strukturellen Problemen des Standorts konfrontiert.

Schwierige Rahmenbedingungen am Warnowufer

Die Lage in den Hafenterrassen ist geprägt von einer geringen Laufkundschaft und einer praktisch nicht existenten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Diese Faktoren führen zu einer hohen Fluktuation unter den ansässigen Geschäften und Gastronomiebetrieben. Immer wieder müssen Unternehmen hier Insolvenz anmelden, was die Attraktivität des Standorts weiter beeinträchtigt.

Andreas Barnehl, der seit 1996 das Landhotel Rittmeister mit Restaurant in Rostock-Biestow betreibt, hatte mit der Eröffnung der Destille-Zweigstelle in den Hafenterrassen expandieren wollen. Vor allem aus Platzgründen schien dieser Schritt sinnvoll. Die Destille bietet circa 30 verschiedene Produkte an, darunter Obstbrände, Getreidebrände, Kräuter- und Fruchtliköre, Rostocker Kümmel, Gin und Whisky.

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Positive Nachrichten trotz Insolvenz

Trotz der Insolvenzanmeldung gibt es auch erfreuliche Entwicklungen. Barnehl betont, dass die Insolvenz keinerlei Auswirkungen auf das Hotelgeschäft und das Restaurant in Biestow hat. Diese werden von einer separaten Gesellschaft geführt und laufen weiterhin erfolgreich.

Der Betrieb in den Hafenterrassen geht vorerst normal weiter. Sämtliche geplanten Veranstaltungen in der Destille Rittmeister finden statt, und die Öffnungszeiten bleiben unverändert. Barnehl und sein Team suchen aktuell nach Lösungen, wie es an dem schwierigen Standort weitergehen kann. Die Hoffnung besteht, dass eine nachhaltige Strategie gefunden wird, um die Destille langfristig zu erhalten.

Die Situation unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen für Gastronomen und Einzelhändler in den Hafenterrassen. Während einige Betriebe scheitern, zeigt das Engagement von Barnehl, dass trotz Rückschlägen der Wille zur Weiterentwicklung vorhanden ist. Die Zukunft des Standorts bleibt jedoch ungewiss, solange die infrastrukturellen Defizite nicht behoben werden.

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