Exklusiv: Streit um Markenrechte bei Kneipe 80 – Expansion trotz Zerwürfnis
Streit um Markenrechte bei Kneipe 80 – Expansion geplant

Kneipe 80: Erfolgskonzept bleibt – doch Streit um Markenrechte erschüttert Expansion

Die beiden Münchner Standorte der Kneipe 80 in der Theresienstraße und im Gärtnerplatzviertel werden dauerhaft erhalten bleiben. Ursprünglich als temporäres Pop-up-Projekt geplant, hat sich die Party-Kneipe zu einem festen Bestandteil der Münchner Gastronomieszene entwickelt. Gastronom Marc Uebelherr kündigte nun eine europaweite Expansion an, doch im Hintergrund brodelt ein erbitterter Rechtsstreit mit seinem ehemaligen Partner Alex Brenner um die Markenrechte.

Vom Pop-up zum Dauerbrenner: Die Erfolgsgeschichte der Kneipe 80

Vor etwa einem Jahr eröffnete die Kneipe 80 als Nachfolger des Tresznjewski in der Theresienstraße. Die Idee der Gastronomen Marc Uebelherr und Alex Brenner war es, die Kneipenkultur der 80er-Jahre zurück nach München zu bringen. Schnell entwickelte sich das Lokal jedoch zu einem hippen Anlaufpunkt für junge Feierwütige, der regelmäßig überfüllt ist und auch für Diskussionen über Lärmbelästigung sorgte. Der Erfolg war so groß, dass bereits wenige Monate später ein zweiter Standort im Gärtnerplatzviertel eröffnet wurde.

Expansionspläne: Augsburg und Tegernsee als nächste Ziele

Marc Uebelherr will nun das Erfolgskonzept weiter ausbauen. „Es liegt in der Natur von Pop-ups, dass sie enden, aber die Kneipe 80 ist gekommen, um zu bleiben“, erklärt Uebelherr. Die ersten Schritte der Expansion führen nach Augsburg und an den Tegernsee:

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  • In der Augsburger Maximilianstraße soll bereits im Mai die erste Kneipe 80 außerhalb Münchens eröffnen.
  • In Bad Wiessee am Tegernsee ist für diesen Sommer ein „Kiosk 80“ mit Strandfeeling geplant.
  • Langfristig sind weitere Standorte in ganz Europa vorgesehen, wobei Uebelherr auf sein umfangreiches Gastro-Netzwerk zurückgreifen will.

Rechtsstreit hinter den Kulissen: Wer darf die Marke nutzen?

Doch die Expansionspläne werden von einem unerwarteten Konflikt überschattet. Alex Brenner, der ehemalige Partner von Uebelherr, hat sich im Februar 2025 die Wort- und Bildrechte an „Die Kneipe 80“ gesichert, wie aus einem Registereintrag hervorgeht. Brenner erkannte früh das Potenzial des Konzepts für andere Städte und hat inzwischen bereits eine Kneipe 80 in Düsseldorf eröffnet.

„Die Zusammenarbeit mit Marc Uebelherr ist beendet“, stellt Brenner klar. „Wolle er die Marke nutzen, müsse er sie erst erwerben.“ Uebelherr hingegen zeigt sich gelassen und will von einem Streit nichts wissen. „Wir sind fein“, sagt er und verweist darauf, dass man Namen auch ändern könne.

Ausblick: Ungewisse Zukunft für ein Erfolgskonzept

Die Situation zeigt, wie schnell erfolgreiche Gastronomiekonzepte zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen können. Während Uebelherr mit seinen Expansionsplänen voranschreitet, bleibt unklar, wie der Markenrechtsstreit ausgehen wird. Die Münchner Standorte der Kneipe 80 werden jedoch vorerst unverändert weiterbetrieben und bleiben Anlaufpunkt für die junge Partyszene. Die weitere Entwicklung wird zeigen, ob das Konzept unter einem anderen Namen expandieren muss oder ob eine Einigung zwischen den ehemaligen Partnern möglich ist.

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