Templin knackt Rekord: Platz fünf bei Übernachtungen in Brandenburg
Das Thermalsoleheilbad Templin hat eine beeindruckende Tourismusbilanz vorgelegt und den Rekord aus dem Jahr 2019 deutlich übertroffen. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg belegte die Kurstadt im vergangenen Jahr mit 395.126 Übernachtungen den fünften Platz unter allen Gemeinden des Bundeslandes. Dieser Erfolg wird jedoch nicht als Ruhekissen verstanden, sondern als Motivation für weitere Wachstumsziele.
Positive Entwicklung und strategische Erfolge
„Was für eine Nachricht!“, freute sich Markus Nengel, Geschäftsführer der Tourismus Marketing Templin (TMT) GmbH. Im Vergleich zu 2024, als die Zahl bei 381.000 Übernachtungen lag, zeigt dies einen deutlichen Zuwachs. Liesa Langfellner, stellvertretende Geschäftsführerin der TMT, betonte, dass es für eine Stadt in der Größenordnung von Templin ein großer Erfolg sei, in dieser Liga mitzuspielen.
Die Strategie, gemeinsam mit den Beherbergungsbetrieben auf eine Verlängerung der Saison zu setzen, hat sich ausgezahlt. Der höchste Zuwachs bei den Übernachtungszahlen wurde in der Vor- und Nachsaison erreicht, wie Markus Nengel erklärte. Veranstaltungen wie das Templiner Frühlingsfest am 22. März und das Herbstfest im Oktober tragen dazu bei, dass Gäste auch außerhalb der Hauptsaison anreisen. Beherbergungsbetriebe integrieren diese Events in ihre Angebote, was sich positiv auf die Buchungszahlen auswirkt.
Innovative Marketingmaßnahmen und regionale Kooperationen
Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Überarbeitung des Gastgeberverzeichnisses zu einem echten Reisemagazin für Templin und Lychen. „Private Vermieter von Ferienwohnungen, die sich zurückgezogen hatten, sind wieder mit dabei“, so Liesa Langfellner. Das Magazin präsentiert die beiden Orte als eine Reiseregion und wird auf Messen eingesetzt, um die Werbetrommel für Templin-Lychen zu rühren.
Durch die Kooperation mit einem Netzwerk von Touristinformationen in Mecklenburg-Vorpommern kann die Region deutschlandweit vertreten werden. Besonders die Mecklenburgische Seenplatte erweist sich dabei als starker Partner. Der erste Auftritt auf einer Messe in Essen führte zu einem enormen Ansturm und großem Interesse der Besucher, wie Markus Nengel berichtete.
Ambitionierte Ziele für die Zukunft
Trotz des Erfolgs sehen Liesa Langfellner und Markus Nengel noch Luft nach oben. „400.000 Übernachtungen 2026 zu erreichen, das möchten wir zusammen mit den Beherbergungsbetrieben schaffen“, erklärten sie. Die positive Entwicklung soll durch weitere Veranstaltungen, Marketinginitiativen und regionale Zusammenarbeit fortgesetzt werden, um Templin als führende Tourismusdestination in Brandenburg zu etablieren.



