Trevi-Brunnen in Rom: Ticketpflicht spült 435.000 Euro in die Stadtkasse
Eine ikonische Filmszene wie aus Federico Fellinis Meisterwerk „La Dolce Vita“ wäre heute nicht mehr möglich: Anita Ekbergs legendäres Bad im Trevi-Brunnen. Seit dem 2. Februar 2026 dürfen Touristen den direkten Zugang zum Beckenrand des berühmten römischen Wahrzeichens nur noch mit einem Ticket für zwei Euro betreten.
Einnahmen von 435.000 Euro im ersten Monat
Die neue Eintrittsregelung hat sich bereits im ersten Monat als finanzieller Erfolg erwiesen. Nach Angaben der Stadt Rom spülte die Gebühr im Februar rund 435.000 Euro in die städtischen Kassen. Insgesamt besuchten 229.896 Personen den Brunnen, wobei die meisten Besucher – genau 217.597 – den vollen Preis von zwei Euro zahlten.
Kostenfreien Zugang genießen hingegen registrierte Einwohner Roms sowie bestimmte privilegierte Gruppen wie Kinder, Reiseleiter und Menschen mit Behinderungen. Die Ticketpflicht betrifft ausschließlich Touristen und andere Nichtansässige, die den abgesperrten Bereich direkt am Wasser betreten möchten. Die Piazza vor der monumentalen Barockanlage bleibt weiterhin frei zugänglich.
Stadt Rom begrenzt Besucherzahlen
Die Ticketpflicht gilt tagsüber zu folgenden Zeiten:
- An Werktagen von 11:30 bis 22:00 Uhr
- An Wochenenden und Feiertagen von 9:00 bis 22:00 Uhr
Abends und nachts bleibt der Brunnen von außen weiterhin kostenlos zu bewundern, sobald der Zugang zum unteren Bereich geschlossen ist. Parallel dazu hat die Stadt die maximale Personenanzahl im Umfeld der Fontana di Trevi auf etwa 400 Personen gleichzeitig begrenzt.
Größeres Maßnahmenpaket gegen Massentourismus
Die Einführung der Gebühr ist Teil eines umfassenderen Pakets, mit dem Rom die Folgen des Massentourismus steuern und zusätzliche Mittel für die Denkmalpflege generieren möchte. Bereits seit Juli 2023 müssen die meisten nicht in Rom wohnenden Besucher auch für den Zugang zum Pantheon fünf Euro entrichten.
Die Einnahmen aus der Trevi-Brunnen-Gebühr sollen zweckgebunden verwendet werden: Registrierte Einwohner können damit dauerhaft kostenlos die städtischen Museen besuchen, und das Geld fließt in die Pflege und den Schutz des kulturellen Erbes.
Besucherrekorde und Ticketverfügbarkeit
Bereits vor der offiziellen Einführung hatte Rom den Zugang zum Trevi-Brunnen etwa ein Jahr lang testweise reguliert und Besucher gezählt. In diesem Zeitraum kamen durchschnittlich rund 30.000 Menschen pro Tag, in Spitzenzeiten sogar bis zu 70.000. Insgesamt wurden innerhalb eines Jahres etwa zehn Millionen Besuche registriert.
Eintrittskarten sind auf verschiedenen Wegen erhältlich:
- Online über offizielle Portale
- In städtischen Museen
- An Touristeninformationen
- Direkt am Zugang zur Fontana di Trevi
Während der Trevi-Brunnen nun Einnahmen generiert, melden andere römische Sehenswürdigkeiten weiterhin Rekorde. Das Kolosseum blieb mit Einnahmen von über 100 Millionen Euro im Jahr 2024 die meistbesuchte Attraktion Italiens.



