Tui organisiert Rückholaktion für deutsche Urlauber aus Nahem Osten
Tui holt Urlauber aus Nahem Osten zurück

Tui startet Rückholaktion für deutsche Urlauber aus dem Nahen Osten

Der Reisekonzern Tui bereitet eine umfangreiche Rückholaktion für deutsche Urlauber vor, die aufgrund der Eskalation des Nahost-Konflikts im Nahen Osten festsitzen. Vorstandschef Sebastian Ebel erklärte im n-tv-Programm, dass erste Rückflüge noch am heutigen Tag geplant seien.

Partner-Airlines und eigene Flugzeuge im Einsatz

Für die Rückholung setzt Tui auf Kooperationen mit renommierten Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad. Erste Flüge sollen nach München gehen, wie Ebel mitteilte. Zusätzlich stehen eigene Flugzeuge von Tui Fly in Bereitschaft, die sofort starten können, sobald die notwendigen Flugerlaubnisse vorliegen.

„Wir sind mit fast 100 Prozent der Gäste über die App in Kontakt“, betonte der Tui-Vorstandschef. Die Kommunikation mit den betroffenen Urlaubern funktioniere demnach reibungslos über die digitale Plattform des Unternehmens.

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Sicherheitslage bestimmt Zeitrahmen

Wie schnell die Rückholaktion abgeschlossen werden kann, hängt laut Ebel maßgeblich von der sich ständig verändernden Sicherheitslage in der Region ab. „Das ist heute seriös nicht genau vorherzusagen“, räumte er ein. Dennoch gehe er davon aus, dass die gesamte Operation „etwas ist, was einige Tage dauern wird“.

Zehntausende deutsche Urlauber betroffen

Die Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem vergangenen Wochenende hat zu massiven Reisebeeinträchtigungen geführt. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) sind allein rund 30.000 Kunden deutscher Reiseveranstalter betroffen. Viele Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest, und zahlreiche Reisende sind an Flughäfen gestrandet.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts bestätigte diese Zahlen als „eine einigermaßen verlässliche Größe“. Die aktuelle Krise begann mit Luft- und Raketenangriffen von Israel und den USA auf den Iran am Samstagfrüh, bei denen auch das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte darauf mit Gegenangriffen auf Israel sowie auf Ziele in der Golfregion.

Tui zeigt sich mit den Vorbereitungen für die Rückholaktion weit fortgeschritten. Die ersten Flüge mit Partner-Airlines sollen noch heute durchgeführt werden können, sofern die Sicherheitslage dies zulässt. Die eigenen Flugzeuge von Tui Fly stehen bereit, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, sobald die erforderlichen Genehmigungen vorliegen.

Die Situation bleibt dynamisch, und der Reisekonzern betont, dass die Sicherheit der Urlauber oberste Priorität hat. Die Rückholaktion wird in enger Abstimmung mit den deutschen Behörden und den Partner-Airlines durchgeführt, um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

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