Uckermark-Tourismus 2025: Erholung im Gange, aber noch nicht auf Vorkrisenniveau
Die Uckermark bleibt ein beliebtes Reiseziel, insbesondere in den Sommermonaten, konnte jedoch im Jahr 2025 noch nicht vollständig an die Übernachtungszahlen vor der Corona-Pandemie anknüpfen. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg wurden in Beherbergungsbetrieben mit mehr als zehn Betten insgesamt 988.309 Übernachtungen gezählt. Trotz dieser beachtlichen Zahl liegt die Region damit noch rund 3,1 Prozent unter dem Wert von 2019, wie die Tourismus Marketing Uckermark GmbH (TMU) in Prenzlau mitteilt.
Gästezahlen und Aufenthaltsdauer im Detail
Merith Sommer, Mitarbeiterin der TMU, erläutert weitere interessante Entwicklungen aus der Jahresstatistik: „Insgesamt verbrachten im vergangenen Jahr 320.741 Gäste ihren Urlaub in der Uckermark. Darunter waren 6.968 internationale Gäste, die vor allem aus den Niederlanden (17,0 Prozent), Polen (16,7) und der Schweiz (12,4) kamen.“ Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 3,1 Tagen, was auf einen stabilen Tourismus hinweist.
Saisonale Unterschiede und Auslastung
Die Sommermonate verzeichneten die höchsten Werte: Im August gab es 159.270 Übernachtungen und 43.286 Gästeankünfte, während im Januar nur 32.849 Übernachtungen bei 11.587 Gästen registriert wurden. Dennoch erreichte die Uckermark auf einer Skala von 0 bis 1 einen Saisonalitätswert von 0,3, gemessen am Gini-Koeffizienten. Zum Vergleich: Brandenburg insgesamt liegt bei 0,21 und Deutschland bei 0,16, was eine relativ gleichmäßige Verteilung über das Jahr anzeigt.
Die durchschnittliche Auslastung der Beherbergungsbetriebe betrug 39,1 Prozent bei einem Bettenangebot von 5.830 Betten (2019: 6.078 Betten). Damit liegt die Uckermark knapp unter dem Brandenburger Durchschnitt von 39,8 Prozent.
Beliebtheit der Unterkunftsarten
Hotels waren mit 44 Prozent der Übernachtungen besonders gefragt. Die Verteilung der weiteren Unterkunftsarten sieht wie folgt aus:
- 29 Prozent entfielen auf sonstige Beherbergungsbetriebe
- 15 Prozent auf Ferienhäuser und Ferienwohnungen
- 8 Prozent auf Jugendherbergen und ähnliche Einrichtungen
- 4 Prozent auf Gasthöfe und Pensionen
Statistische Limitationen und zukünftige Berechnungen
Die TMU weist darauf hin, dass die amtliche Statistik nur Betriebe mit mehr als zehn Betten erfasst. „Gerade in der Uckermark ist die Struktur jedoch stark kleinteilig geprägt, mit vielen kleineren Unterkünften, Ferienwohnungen und privaten Anbietern“, so Merith Sommer. Daher spiegeln die offiziellen Zahlen nur einen Teil des tatsächlichen Tourismusgeschehens wider.
Um die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus genauer zu erfassen, wird der Wirtschaftsfaktor Tourismus für die Uckermark neu berechnet. Dabei werden neben Übernachtungen in größeren Betrieben auch kleinere Unterkünfte, Camping, Reisemobile, Tagesgäste sowie Besuche bei Verwandten und Freunden berücksichtigt. Die Untersuchung wird vom Beratungsunternehmen dwif-Consulting durchgeführt, und erste Ergebnisse werden im Mai erwartet.



