Drei Jahre Ungewissheit enden mit trauriger Gewissheit
Nach drei langen Jahren zwischen Hoffen und Bangen herrscht nun traurige Gewissheit: Die auf Tasmanien entdeckten menschlichen Überreste stammen von der seit Juni 2023 vermissten belgischen Backpackerin Céline Cremer. Die Polizei der australischen Insel identifizierte die Knochen als die der damals 31-jährigen Touristin aus Lüttich. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass Untersuchungen von forensischen Experten überzeugende Hinweise geliefert hätten, die auf die Vermisste hindeuten.
DNA-Tests und zahnmedizinische Gutachten bringen Klarheit
Die endgültige Bestätigung erfolgte durch DNA-Tests und zahnmedizinische Gutachten, die zwar großen Schmerz, aber auch eine gewisse Erleichterung für die Angehörigen brachten. In sozialen Netzwerken schrieb Célines Schwester, dass ihre Schwester nun „in Frieden ruhen“ könne. Zugleich dankte sie ausdrücklich allen Beteiligten für ihre unermüdliche und jahrelange Suche in der abgelegenen Wildnis Tasmaniens.
Verschwinden bei Wanderung zu den Philosopher Falls
Céline Cremer verschwand im Juni 2023 während einer einsamen Wanderung zu den beliebten Philosopher Falls im Nordwesten Tasmaniens. Ihr Mietwagen wurde zwar am Ausgangspunkt des Wanderwegs entdeckt, doch von der Frau selbst fehlte zunächst jede Spur. Rettungskräfte suchten tagelang unter äußerst schwierigen Bedingungen nach der alleinreisenden Touristin – mit Spürhunden, aus der Luft und zu Fuß.
- Dichte Vegetation und unwegsames Gelände erschwerten die Suche erheblich.
- Wechselhaftes Wetter in der Region stellte zusätzliche Herausforderungen dar.
- Experten warnten bereits kurz nach dem Verschwinden, dass selbst erfahrene Wanderer in den abgelegenen Wäldern Tasmaniens leicht die Orientierung verlieren können.
Neue Spuren führten Ende 2025 zur Entdeckung
Erst im Dezember 2025 brachte eine private Suchaktion neue, entscheidende Hinweise. Dabei wurde zunächst Célines Mobiltelefon in der Wildnis gefunden. Wenig später entdeckten Helfer am Arthur River unterhalb des Wasserfalls Knochen, Zähne und einen Autoschlüssel. Diese Funde ermöglichten schließlich die Identifizierung durch die Behörden.
Die Polizei von Tasmanien dankte ausdrücklich den zahlreichen Rettungskräften, Partnern und Freiwilligen, die sich über Jahre hinweg an der intensiven Suche beteiligt hatten. Tasmanien, das südlich des australischen Festlands liegt, ist bekannt für seine spektakuläre, aber teilweise schwer zugängliche Wildnis, die selbst für gut ausgerüstete Wanderer gefährlich sein kann.



