Neues Hotel in Wittenberge entsteht in Rekordzeit
Noch ist das rund 2000 Quadratmeter große Grundstück an der Lenzener Chaussee in Wittenberge eine Brachfläche neben einem Netto-Markt. Doch ein gefällter Baum am Straßenrand signalisiert bereits den Beginn einer neuen Entwicklung. Ein Investor aus Bayern hat das Areal erworben und plant dort den Bau eines Hotels der Kette WMM mit insgesamt 22 Zimmern.
Modulbauweise ermöglicht schnelle Realisierung
Mitte März 2026, sofern die Frostperiode beendet ist, sollen die Bagger anrollen. Bereits im Juni oder Juli desselben Jahres könnte das WMM-Hotel seine ersten Gäste begrüßen. Diese außergewöhnlich kurze Bauzeit wird durch die Modulbauweise ermöglicht. Unternehmer Sebastian Waltl lässt die vorgefertigten Bauteile in seinem Betrieb in Illertissen bei Ulm produzieren.
„Wir haben bereits über 110 Hotels auf diese Weise in ganz Deutschland errichtet“, erklärt Waltl und nennt Standorte wie Salzwedel, Gardelegen und Magdeburg. „Unsere Expansion verläuft langsam von Süd- nach Norddeutschland.“ Die Entscheidung für Wittenberge hängt auch mit der Landesgartenschau 2027 zusammen, die im April des kommenden Jahres beginnen soll.
Positive Zusammenarbeit mit der Stadt
Ernst Volkhardt, Geschäftsführer der Laga-Gesellschaft, und Wittenberges Bauamtsleiter Martin Hahn haben aktiv auf den Unternehmer zugegangen. „Ein Lob an die Mitarbeiter der Stadt“, betont Hotelbetreiber Waltl. Die Verhandlungen seien konstruktiv verlaufen, und die Baugenehmigung habe schnell vorgelegen. „Wittenberge ist eine Stadt im Umbruch und Aufbruch. Man erkennt deutlich, dass die Verantwortlichen hier positive Veränderungen vorantreiben wollen.“
Verkehrsgünstige Lage und digitale Ausrichtung
Das künftige WMM-Hotel liegt verkehrsgünstig an der geplanten Anschlussstelle der im Bau befindlichen A14. Damit richtet es sich nicht nur an Besucher der Landesgartenschau, sondern auch an Radtouristen, Monteure und Geschäftsleute, die in den Gewerbegebieten der Elbestadt tätig sind. Eventuell sei zu einem späteren Zeitpunkt auch ein Anbau möglich, so Waltl.
Die 22 Doppelzimmer werden jeweils 22 Quadratmeter groß sein. Das Hotel setzt voll auf digitale Prozesse: Buchungen erfolgen ausschließlich online, und der Check-in funktioniert komplett digital. Nach der Buchung erhält der Gast einen Türcode für den Zugang zum Zimmer. Eine klassische Rezeption vor Ort gibt es nicht, und Frühstück oder andere Mahlzeiten werden nicht angeboten. „Bei Problemen mit dem Check-in steht eine Notfallnummer zur Verfügung“, erklärt Waltl. Buchungen sind auch über gängige Portale wie booking.com möglich.
Positive Effekte für die Umgebung
„Die Geschäfte in der Umgebung profitieren davon“, verspricht der Unternehmer mit Sitz im bayerischen Bad Wörishofen. An anderen Standorten habe beispielsweise ein nahegelegener McDonalds nach der Hotel-Eröffnung ein Frühstücksangebot eingeführt. Supermärkte wie Netto und das Edeka-Center liegen in unmittelbarer Nähe.
Die Modulbauweise mit Fertigteilen gewinnt zunehmend an Attraktivität. Zu Waltls Kunden gehört nach eigenen Angaben unter anderem die bundesweit tätige Wohnungsgesellschaft Vonovia. Diese Bauweise ermöglicht nicht nur kurze Bauzeiten, sondern auch eine effiziente und kostengünstige Realisierung von Bauprojekten.



