Die wahre Herkunft des Namens der Kanarischen Inseln: Hunde, Robben oder ein Volksstamm?
Woher stammt der Name der Kanarischen Inseln wirklich?

Die geheimnisvolle Namensgebung der Kanarischen Inseln

Die Kanarischen Inseln zählen zu den beliebtesten Urlaubszielen Europas. Mit ihrem ganzjährig warmen Klima, den traumhaften Stränden und den beeindruckenden Vulkanlandschaften locken Inseln wie Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote jedes Jahr Millionen von Besuchern an. Doch während die Schönheit der Inseln allgemein bekannt ist, bleibt die Herkunft ihres Namens für viele ein Rätsel.

Antike Mythen und frühe Entdeckungen

Bereits in der Antike galten die Kanarischen Inseln als mythischer Ort am Rande der bekannten Welt. Laut historischen Quellen wurden sie als „Inseln der Glückseligen“ beschrieben, ein Paradies mit mildem Klima und üppiger Natur. Der römische Naturforscher Plinius der Ältere sammelte im 1. Jahrhundert v. Chr. Berichte über Expeditionen des mauretanischen Königs Juba II., die die frühesten wissenschaftlichen Beschreibungen der Flora, Fauna und Bewohner der Inseln lieferten.

Die Entstehung des Namens „Canaria“

In diesen antiken Schriften taucht erstmals der Name „Canaria“ auf, der ursprünglich nur für eine einzelne Insel verwendet wurde. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus die Bezeichnung für die gesamte Inselgruppe. Über Jahrhunderte rankten sich zahlreiche Mythen um die Herkunft des Namens. Einige sahen in den Inseln sogar Überreste des legendären Atlantis, während für die Griechen und Römer der Atlantik westlich der Straße von Gibraltar als das Ende der Welt galt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die drei Haupttheorien zur Namensherkunft

Der Name leitet sich vom lateinischen „Canariae insulae“ ab, was übersetzt „Inseln der Hunde“ bedeutet. Laut historischen Aufzeichnungen berichteten römische Seefahrer von großen Tieren auf einer der Inseln, die sie als Hunde identifizierten. Allerdings ist bis heute unklar, ob es sich tatsächlich um Hunde handelte.

Einige Experten vermuten, dass es sich stattdessen um Robben gehandelt haben könnte, die früher häufig in der Region vorkamen und als „Seehunde“ bezeichnet wurden. Eine weitere Theorie verweist auf den Berberstamm der „Canarii“, der auf den Inseln lebte. Demnach wäre „Canaria“ die „Insel der Canarii“, benannt nach den Ureinwohnern der Region.

Ein weitverbreiteter Irrtum: Die Kanarienvögel

Ein hartnäckiger Mythos besagt, dass die Kanarischen Inseln nach den gleichnamigen Vögeln benannt wurden. Tatsächlich ist es jedoch genau umgekehrt. Europäische Seefahrer brachten den wilden Kanarengirlitz von den Inseln nach Europa, wo er gezüchtet und als Kanarienvogel bekannt wurde. Der Name der Vögel leitet sich somit von den Inseln ab, nicht umgekehrt.

Fazit: Ein Name mit vielen Facetten

Die Herkunft des Namens der Kanarischen Inseln bleibt bis heute ein faszinierendes Rätsel der Geschichte. Ob Hunde, Robben oder ein alter Volksstamm – jede Theorie bietet einen eigenen Blick auf die reiche Vergangenheit dieser einzigartigen Inselgruppe. Eines ist jedoch sicher: Die Kanarischen Inseln haben ihren mythischen Charme bis heute bewahrt und bleiben ein Ort voller Geheimnisse und Geschichten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration