Der Lebensmittelkonzern Aldi Süd plant einen massiven Stellenabbau in seiner Deutschlandzentrale. Bis Ende 2027 sollen mindestens 1250 Arbeitsplätze wegfallen, wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“, das „Handelsblatt“ und die „Lebensmittelzeitung“ übereinstimmend berichten.
Digitalsparte besonders betroffen
Der Schwerpunkt des Abbaus liegt am Stammsitz in Mülheim an der Ruhr. Allein in der Digitalsparte Aldi DX sollen mehr als 1000 Stellen gestrichen werden. Die Geschäftsleitung informierte die Belegschaft auf einer virtuellen Mitarbeiterversammlung über die Pläne. Kündigungen sind demnach nicht vorgesehen; die betroffenen Mitarbeiter sollen das Unternehmen freiwillig gegen Abfindungen verlassen. Auch der internationale Einkauf ist von den Streichungen betroffen.
Bereits im Januar gab es Stellenabbau
Erst im Januar hatte der Discounter bestätigt, mehrere Hundert Stellen in der Deutschlandzentrale abzubauen und zur internationalen Holding nach Salzburg zu verlagern. Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um rund 500 Jobs, vorwiegend in der Personalabteilung, Buchhaltung und im Einkauf. Bei Aldi DX waren bereits im vergangenen Jahr 400 Arbeitsplätze gestrichen worden; Teile der Aufgaben übernahm ein Dienstleister der indischen Tata-Group.
In einer Mitteilung, die der „Lebensmittelzeitung“ vorliegt, heißt es: „Aldi Süd optimiert seit jeher Prozesse und Strukturen.“ Eine Führungskraft sagte der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“, das Unternehmen agiere „aus einer grundsätzlich stabilen wirtschaftlichen Position heraus“.
Hintergrund: Aldi Süd in Deutschland
Aldi gehört zu den größten Lebensmittelhändlern Deutschlands und betreibt hierzulande rund 2000 Filialen. Bundesweit sind etwa 50.000 Menschen bei dem Konzern beschäftigt. Der aktuelle Stellenabbau ist Teil einer längerfristigen Umstrukturierung, bei der Prozesse effizienter gestaltet und Aufgaben zentralisiert werden.



