Edelbrennerei Maennerhobby wird zu Manufaktur Mönchhagen: Rettung durch Domäne Ostsee
Brennerei Maennerhobby gerettet: Neuer Name und große Pläne

Edelbrennerei Maennerhobby nach Insolvenz verkauft: Neustart als Manufaktur Mönchhagen

Vor den Toren Rostocks in Mönchhagen (Mecklenburg-Vorpommern) gibt es Grund zur Erleichterung. Die insolvente, mehrfach preisgekrönte Edelbrennerei Maennerhobby hat einen neuen Eigentümer gefunden. Die gesamte Belegschaft bleibt erhalten, und die Produktion wird fortgesetzt. An der Brennerei war auch der bekannte Erdbeer-König Robert Dahl vom Karls Erdbeerhof beteiligt, dessen Anteile nun ebenfalls wechseln.

Rettung durch regionale Unternehmensgruppe

Gründer Martin Neumann hatte im Dezember 2025 Insolvenz angemeldet. Jetzt übernimmt die Domäne Ostsee das Unternehmen. Hinter dieser Marke steht der Unternehmer Horant Elgeti, der mehrere Firmen unter einem Dach vereint und sich auf regionale Genussprodukte aus Mecklenburg-Vorpommern spezialisiert hat. Zum Netzwerk gehören beispielsweise die Inselmühle Usedom, ein Betrieb zur Veredelung landwirtschaftlicher Produkte, und das Schloss Rattey bei Schönbeck mit Weingut, Tourismus und Gastronomie.

Tony Osterberger, Marketingchef der Domäne Ostsee, bestätigte gegenüber BILD: „Alle Vermögenswerte der Erste Maennerhobby GmbH sind nunmehr in der Domäne Ostsee.“ Im Bieterwettbewerb setzte sich Elgeti gegen mehrere Konkurrenten durch, wie die „Ostsee-Zeitung“ berichtet. Der Kaufpreis bleibt geheim.

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Namensänderung und ambitionierte Zukunftspläne

Der bisherige Name „Maennerhobby“ verschwindet, da er in der Kritik stand, als chauvinistisch wahrgenommen zu werden und Frauen auszuschließen. Künftig firmiert der Standort unter dem Titel „Manufaktur Mönchhagen“. Doch damit nicht genug: Horant Elgeti hat große Visionen für die Zukunft.

„Mönchhagen wird künftig nicht nur exzellenten Rum und Spirituosen produzieren, sondern auch als Erlebnismanufaktur das gesamte Spektrum unseres Hauses präsentieren“, erklärt Elgeti. Ein spektakuläres Projekt wird wiederbelebt: die vor der Insolvenz geplante „größte Rum-Destille Europas“. Dafür wurde bereits ein 4000-Liter-Kessel in Schottland gefertigt, der rund 500.000 Euro kostet.

Kontinuität und Expansion

Gründer Martin Neumann bleibt dem Unternehmen als Berater erhalten. „Denn er hat ja in der Vergangenheit exzellente und preisgekrönte Produkte entwickelt“, so Osterberger. Tatsächlich wurden die Spirituosen der Brennerei mehr als 180-mal prämiert. Das Portfolio umfasst über 50 verschiedene Spirituosen.

Geplant sind zudem eine Erweiterung der Kapazitäten für Lohnbrauerei und Abfüllung sowie die Präsentation von Produkten anderer Manufakturen der Domäne Ostsee im Shop vor Ort. „Es gibt Raum, hier die Produktion mit anderen Produkten zu erweitern“, fügt der Marketingchef hinzu. Die Übernahme tritt zum 1. April in Kraft und markiert einen Neuanfang für die traditionsreiche Brennerei.

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