Deutsche Post wird zu DHL: Konzern streicht Traditionsnamen
Deutsche Post wird zu DHL: Traditionsname verschwindet

Die Deutsche Post stellt sich neu auf und verabschiedet sich von ihrem traditionsreichen Namen. Künftig tritt der Konzern einheitlich als DHL auf. Die Entscheidung spiegelt die internationale Ausrichtung wider und geht mit organisatorischen Änderungen einher, die große Teile des Unternehmens betreffen.

Aktionäre stimmen fast einstimmig zu

In der Hauptversammlung haben die Aktionäre dem Vorschlag des Vorstands nahezu einstimmig zugestimmt. Die Umbenennung soll demnach zum 1. September wirksam werden, sobald die Eintragung ins Handelsregister erfolgt ist. Auch an der Börse wird der Konzern künftig unter DHL geführt. Für die Umstellung entstehen Kosten von rund 37 Millionen Euro.

Neuer Name spiegelt globale Ausrichtung

Vorstandschef Tobias Meyer begründet den Schritt mit der Entwicklung des Unternehmens. Der frühere Staatsbetrieb habe sich zu einem weltweit tätigen Logistikkonzern gewandelt. Der Name „Post“ entspreche dieser Struktur nicht mehr. Bereits zuvor wurde die Marke vereinfacht. Nun folgt die rechtliche Umbenennung. Ziel ist ein einheitlicher Auftritt, der die internationale Tätigkeit klar abbildet.

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Brief- und Paketgeschäft wird eigenständig

Das inländische Brief- und Paketgeschäft wird organisatorisch ausgegliedert. Es macht etwa ein Fünftel des Gesamtgeschäfts aus und wird in eine eigene Gesellschaft überführt. Diese firmiert weiterhin als Deutsche Post AG. Die neue Einheit erhält eigene Kontrollgremien. Die zusätzlichen Verwaltungskosten liegen bei rund drei Millionen Euro jährlich. Mehr als 180.000 Beschäftigte wechseln in die neue Struktur.

Entwicklung vom Staatsbetrieb zum Konzern

Die Deutsche Post entstand aus der Bundespost und wurde in den 1990er-Jahren privatisiert. Mit der Übernahme von DHL im Jahr 2002 begann die internationale Expansion. Heute beschäftigt der Konzern rund 534.000 Mitarbeiter, davon rund ein Drittel in Deutschland. Laut Unternehmen bleiben Arbeitsbedingungen, Löhne und Arbeitszeiten unverändert. Änderungen in der Führung sind nicht vorgesehen.

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