Bahn startet Last-Minute-Tickets für ICE ab 9. Mai
Last-Minute-Tickets für ICE ab 9. Mai

Die Deutsche Bahn lockt ab 9. Mai mit einer neuen Preisaktion für den Fernverkehr: Last-Minute-Tickets für ICE und Intercity sollen samstags und sonntags für Fahrten in der folgenden Woche buchbar sein. Fernverkehrsvorstand Michael Peterson sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Wir möchten mit dieser Aktion auch neue Kundengruppen ansprechen, die zunächst gar nicht an die Bahn denken und in ihrer Reiseplanung flexibler sind.“ Die Aktion ist zunächst auf ein halbes Jahr befristet. Die günstigsten Tickets kosten 6,99 Euro, und Bahncard-Rabatte werden berücksichtigt. Die Tickets werden nur für Züge mit freien Plätzen angeboten, weshalb die Schnäppchenchance abseits der Hauptreisezeiten besonders hoch ist, so Peterson.

Preisgarantie für ein Jahr ab 1. Mai

Bereits zuvor hatte die Bahn angekündigt, die regulären Fernverkehrspreise zwölf Monate lang stabil zu halten – trotz steigender Energiekosten. Bahnchefin Evelyn Palla erklärte kürzlich der „Bild am Sonntag“: „Vom 1. Mai an halten wir die Preise für ICE-Tickets ein Jahr lang stabil.“ Schon im Vorjahr hatte die Bahn auf die übliche Fahrpreiserhöhung im Dezember verzichtet. Fahrgäste in den Fernzügen leiden jedoch weiterhin unter vielen Verspätungen.

Forderungen nach Ausbau des Nahverkehrs

Zum dreijährigen Bestehen des Deutschlandtickets forderte der Deutsche Städtetag einen Ausbau des Nah- und Regionalverkehrs. Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Bund und Länder müssen den angekündigten Modernisierungspakt für den Öffentlichen Personennahverkehr endlich umsetzen. Es gilt, zusammen mit den Verkehrsverbünden und kommunalen Unternehmen den Fahrgästen ein Deutschlandangebot zu machen: mit mehr Linien, dichteren Takten und zusätzlichen Mobilitätsangeboten.“ Auch der BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg betonte: „Es braucht mehr Linien, engere Taktungen, längere Züge und elektrische Busse.“ Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen forderte Angebotsausweitungen, damit das D-Ticket flächendeckend wirkt. Die Allianz pro Schiene sieht das Potenzial nicht ausgeschöpft: Geschäftsführer Dirk Flege sagte, Menschen in Städten profitierten oft stärker als in ländlichen Regionen, wo Anschlüsse an Busse und Bahnen fehlen.

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Das Deutschlandticket: Entwicklung und Finanzierung

Das Deutschlandticket startete am 1. Mai 2023 zum Einführungspreis von 49 Euro pro Monat. Das monatlich kündbare Abo hat rund 14,5 Millionen Nutzer und ermöglicht bundesweit Fahrten im Regional- und Nahverkehr. Es hat zuvor bestehende Tarifstrukturen erheblich vereinfacht. Zu Jahresbeginn stieg der Preis von 58 auf 63 Euro. Ab 2027 soll der Preis nach einem Index berechnet werden, der Personal-, Energie- und allgemeine Kosten enthält – der genaue Preis bleibt unklar. Bund und Länder gleichen die Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen mit jährlich je 1,5 Milliarden Euro aus. Die Verkehrsminister haben sich geeinigt, diese Finanzierung bis 2030 zu verstetigen.

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