Rentenkasse verschwendet Millionen für Berater: Prüfbericht enthüllt
Rentenkasse verprasst Millionen für Berater

Rechnungshof enthüllt: Rentenkasse verprasst Millionen für Berater

Deutschland steckt in der Rentenfalle, doch ausgerechnet die Deutsche Rentenversicherung haut weiter Millionen raus. Wegen deutlicher Kritik versprach die Behörde Besserung – doch nun zeigt ein neuer Prüfbericht, wie wenig sich geändert hat. Die Prüfer zerpflücken die angekündigten Reformen und zeigen, wo die Millionen konkret versickern und welche teuren Projekte für die Rentner kaum Nutzen bringen.

Die absurdesten Beispiele aus dem Prüfbericht

Der Bericht des Bundesrechnungshofes listet zahlreiche Fälle auf, in denen die Rentenversicherung hohe Summen für Berater ausgab, ohne dass ein messbarer Erfolg erkennbar war. So wurden beispielsweise für die Erstellung eines internen Leitfadens über 500.000 Euro an eine Unternehmensberatung gezahlt. Ein weiteres Projekt zur Digitalisierung der Akten verschlang mehrere Millionen Euro, blieb aber in der Pilotphase stecken.

Besonders kritisch sehen die Prüfer die Vergabe von Beraterverträgen ohne Ausschreibung. In vielen Fällen wurden dieselben Beraterfirmen immer wieder beauftragt, ohne dass die Leistungen überprüft wurden. Die Rentenversicherung rechtfertigte dies mit Zeitdruck und Komplexität der Aufgaben.

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Reformen versprochen, aber nicht umgesetzt

Nach einem früheren Prüfbericht hatte die Rentenversicherung umfangreiche Reformen angekündigt. Dazu gehörten strengere Regeln für die Vergabe von Berateraufträgen und eine bessere Kontrolle der Ergebnisse. Doch der neue Bericht zeigt: Diese Reformen wurden nur halbherzig umgesetzt. Die Zahl der Beraterverträge sank zwar leicht, die Ausgaben pro Vertrag stiegen jedoch deutlich an.

Ein Sprecher der Rentenversicherung betonte, man nehme die Kritik ernst und arbeite an weiteren Verbesserungen. Der Rechnungshof fordert jedoch konkrete Maßnahmen und droht mit Sanktionen, falls die Verschwendung nicht gestoppt wird.

Die Prüfer empfehlen, die Beraterausgaben um mindestens 30 Prozent zu reduzieren und die Mittel stattdessen für die Rentner zu verwenden. Angesichts der angespannten Finanzlage der Rentenkasse sei dies dringend geboten.

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