Sony passt Bravia-TVs an Streaming-Zeitalter an: EPG-Funktionen werden reduziert
Der japanische Elektronikkonzern Sony reagiert auf den anhaltenden Trend zum Streaming und kündigt für zahlreiche seiner Bravia-Fernsehgeräte eine Reduzierung von Funktionen für das klassische TV-Programm an. Ab Ende Mai 2026 werden bei ausgewählten Modellen verschiedene Zusatzfunktionen für den Antennenempfang eingestellt, was insbesondere Nutzer traditioneller Empfangswege betrifft.
Betroffene Modelle und konkrete Einschnitte
Von den Veränderungen sind Bravia-Fernseher aus den Produktionsjahren 2023 bis 2025 betroffen. Dazu gehören unter anderem das Bravia 8 II Modell aus 2025, die Bravia 9 und 8 Serien aus 2024 sowie die A95L-Serie aus dem Jahr 2023. Der elektronische Programmführer (EPG) für Antennenkanäle wird dabei nur noch in eingeschränkter Form verfügbar sein.
Im praktischen Alltag bedeutet dies für die Nutzer:
- Deutlich reduzierte Programminformationen
- Wegfall von Grafikelementen wie Senderlogos und Vorschaubildern
- Vereinfachte Benutzeroberfläche mit Fokus auf Basisfunktionen
- Insgesamt geringerer Bedienkomfort für klassische TV-Nutzung
Hintergrund: Streaming dominiert den Fernsehkonsum
Die Entscheidung von Sony spiegelt die aktuelle Entwicklung im Medienkonsum wider. Die meisten Fernsehnutzer schauen heute ihr Programm über Kabel, Satellit oder Internet – mit einem klaren Trend zu Streaming-Diensten. Der klassische Antennenempfang verliert dabei kontinuierlich an Bedeutung und wird von vielen Herstellern als Auslaufmodell betrachtet.
„Wer mit seinem Sony-Fernsehgerät vorwiegend Streaming-Dienste nutzt, wird die Veränderungen wahrscheinlich kaum bemerken“, erklärt ein Branchenkenner. Für Nutzer, die weiterhin auf traditionelle Empfangswege setzen, bedeutet die Entscheidung jedoch einen spürbaren Komfortverlust im täglichen TV-Konsum.
Auswirkungen auf die Kundenerfahrung
Die Reduzierung der EPG-Funktionen markiert einen weiteren Schritt in der Digitalisierung des Fernsehkonsums. Während die Umstellung für Streaming-affine Haushalte kaum spürbar sein wird, müssen sich traditionelle TV-Nutzer auf eine schlichtere Bedienoberfläche einstellen. Die Basisfunktionen des Fernsehers bleiben dabei vollständig erhalten, lediglich die komfortablen Zusatzinformationen zum laufenden Programm werden eingeschränkt.
Die Maßnahme unterstreicht, wie Hersteller ihre Produktstrategien an veränderte Nutzungsgewohnheiten anpassen. In einer Zeit, in der Streaming-Plattformen den Medienmarkt dominieren, werden Ressourcen zunehmend in die Weiterentwicklung von Smart-TV-Funktionen und Streaming-Integration investiert.



