FC Bayern: Michael Wiesinger soll Campus-Probleme lösen
Wiesinger: Neuer Hoffnungsträger am FC-Bayern-Campus

Michael Wiesinger hat vor wenigen Tagen seinen Job als Sportlicher Leiter des Campus offiziell aufgenommen. Nach Informationen der AZ erhofft sich der FC Bayern durch die Besetzung vor allem mehr Konstanz. Am Campus des FC Bayern tut sich etwas. Die Planungen für die kommende Spielzeit sind bereits in vollem Gange. Vor wenigen Tagen wurde der neue Sportliche Leiter, Michael Wiesinger, an der Ingolstädter Straße begrüßt.

Wiesinger übernimmt Verantwortung

„Mir ist bewusst, welche große Verantwortung mit dieser neuen Aufgabe verbunden ist“, sagte der 53-Jährige bei seiner Ankunft: „Wir wollen uns stetig weiterentwickeln.“ Klingt, als hätte Wiesinger einen Plan. Den braucht er auch. Denn der Campus ist ein wichtiger Bestandteil der neuen Nachwuchsoffensive der Bayern. Den zehn Talenten, denen Trainer Vincent Kompany in dieser Saison zum Profidebüt verhalf, sollen weitere folgen. Man hat große Visionen an der Ingolstädter Straße, sehr große sogar.

Europäische Benchmark als Ziel

Wie die AZ weiß, wurde schon vor der Amtszeit von Wiesinger auf einer internen Sitzung das klare Ziel ausgegeben, dass man künftig die europäische Benchmark beim Thema Nachwuchsarbeit sein möchte. Weltbekannte Jugendakademien wie „La Masia“ des FC Barcelona will der FCB hinter sich lassen. Auf diesem Weg kommt Wiesinger ab sofort eine zentrale Rolle zu. Er wird künftig die sportlichen Entscheidungen treffen und verantworten – und das in den nächsten Jahren. Denn die Bayern erhoffen sich nach AZ-Information, mit Wiesinger endlich Konstanz auf dieser wichtigen Position zu bekommen.

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Vorgänger mit kurzen Amtszeiten

Die gab es vor allem in der jüngeren Vergangenheit nicht. Auf den aktuellen Amateure-Trainer Holger Seitz folgte im März 2023 Halil Altintop. Als der ehemalige Bundesligaspieler wirklich eingearbeitet war, verabschiedete er sich nach rund einem Jahr aus familiären Gründen wieder. Markus Weinzierl, ein enger Vertrauter von Sportvorstand Max Eberl, übernahm. Doch komplett zufrieden waren alle mit ihm nicht. Bestimmte Themen sollen in der Amtszeit von Weinzierl auf der Strecke geblieben sein. Verschiedene Aufgaben mussten deshalb angeblich von anderen Mitarbeitern aufgefangen werden. Vor wenigen Wochen entschied man sich dann einvernehmlich, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Weinzierl möchte zudem wieder Trainer werden.

Wiesinger bringt Erfahrung mit

Nun der nächste Versuch mit Wiesinger. Die Bayern sind aus mehreren Gründen überzeugt, mit ihm den richtigen Mann für die Zukunft gefunden zu haben. Der gebürtige Burghausener kennt den Verein aus seiner Spielerzeit (1999 bis 2001), hat sich als erfolgreicher Nachwuchsleiter beim 1. FC Nürnberg in der Branche einen Namen gemacht und plant nicht, künftig in den Trainerbereich zu wechseln. Auch kennt er die Regionalliga bestens – wichtig, denn dort spielt aktuell die U23 der Bayern. Fluktuation soll es damit künftig nur noch im Spieler- und Trainerbereich geben.

Bessere Vorbereitung auf Trainerabgänge

Diese ist in der Regel ein gutes Zeichen dafür, dass die Arbeit am Campus erfolgreich ist. Gerade im Bereich der Abgänge von Jugendtrainern, die man bei einem Angebot für höhere Nachwuchsteams kaum halten kann, hofft man, dass Wiesinger besser als manch einer seiner Vorgänger vorbereitet ist. Diese sollen, wie die AZ erfuhr, oftmals überrascht gewesen sein, wenn sich ein Coach kurzfristig verabschiedete. Es soll nicht selten an einer Idee gefehlt haben, wie die jeweilige Position binnen kurzer Zeit adäquat nachbesetzt werden kann. Unter Wiesinger soll das nicht mehr passieren.

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Erste Personalentscheidung bereits getroffen

Zum Einstieg wurde ihm noch eine Personalentscheidung abgenommen. Bei der Besetzung des U23-Cheftrainers – Holger Seitz möchte ab Sommer eine neue Position im Klub – war Wiesinger zwar involviert, explizit kam der Name Dante aber nicht von ihm. In den nächsten Wochen wird er dann aber die Planungen hauptsächlich in Eigenregie vorantreiben. Über ihm steht Campus-Boss Jochen Sauer. Der 53-Jährige wird sich weiterhin um die strategischen Aufgaben an der Ingolstädter Straße kümmern. Zusätzlich ist er für das Multiclub-Ownership-Netzwerk des FC Bayern zuständig. Denn „Red & Gold“ soll für die Münchner im Nachwuchsbereich eine weitere wichtige Säule werden, um künftig noch mehr internationale Talente zu entdecken und frühzeitig zu sichern.