Versicherer zahlen deutlich weniger für Unwetterschäden an Autos in Berlin und Brandenburg
Weniger Unwetterschäden an Autos in Berlin und Brandenburg

Unwetterschäden an Autos in Berlin und Brandenburg stark rückläufig

Im vergangenen Jahr haben Unwetter wie Sturm, Hagel oder Blitz erheblich weniger Schäden an Autos in Berlin und Brandenburg verursacht. Insgesamt zahlten die Versicherer in Berlin rund 15 Millionen Euro und in Brandenburg etwa 9 Millionen Euro an ihre Kundinnen und Kunden aus, wie der Branchenverband GDV mitteilt. Dies stellt einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr dar, als die versicherten Schäden in Berlin 18 Millionen Euro und in Brandenburg 25 Millionen Euro betrugen.

Deutlicher Rückgang auch bundesweit zu verzeichnen

Bundesweit ist ein klarer Rückgang der Schäden zu beobachten. Die versicherten Schäden sanken von etwa 1,2 Milliarden Euro auf 650 Millionen Euro, was einer Halbierung entspricht. Allerdings beinhalten diese bundesweiten Zahlen auch Schäden durch Überschwemmungen, die in den regionalen Daten für Berlin und Brandenburg nicht separat ausgewiesen sind.

Die Statistik erfasst ausschließlich versicherte Schäden, also solche von Autos mit Teil- oder Vollkaskoversicherung. Da diese Versicherung nicht verpflichtend ist, sind längst nicht alle Fahrzeuge damit abgesichert. Folglich dürften die insgesamt entstandenen Schäden höher liegen, doch es ist anzunehmen, dass auch hier ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen ist.

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Experten warnen vor möglichen Wendungen

Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), betont: „Bundesweit wurden rund 190.000 Schäden an Kraftfahrzeugen durch Naturgefahren gemeldet.“ Er warnt jedoch davor, den Rückgang überzubewerten: „Ein einziges schweres Unwetter in einer Region kann die Schadenbilanz schnell drehen.“ Dies unterstreicht die Volatilität solcher Statistiken und die Abhängigkeit von Wetterereignissen.

In Berlin wurden im Jahr 2025 etwa 4.000 Unwetterschäden an Autos gemeldet, während es in Brandenburg rund 2.500 waren. Dies stellt einen starken Rückgang gegenüber dem Vorjahr dar, als noch 6.000 Schäden in Berlin und 8.000 in Brandenburg registriert wurden. Nicht nur die geringere Anzahl der Schäden trug zu diesem Gesamtrückgang bei, sondern auch eine gesunkene durchschnittliche Schadenshöhe.

Besonders Brandenburg verzeichnet enormen Rückgang

Besonders in Brandenburg ist der Rückgang der Unwetterschäden an Autos enorm ausgeprägt. Die Versicherungszahlungen sanken hier von 25 Millionen Euro im Jahr 2024 auf nur noch 9 Millionen Euro im Jahr 2025. Diese positive Bilanz könnte sich jedoch leicht drehen, wenn in Zukunft schwere Unwetterereignisse auftreten, wie beispielsweise die schweren Böen im Juni, die zu entwurzelten Bäumen und beschädigten Fahrzeugen führten.

Insgesamt zeigt die Entwicklung, dass die Schadensituation durch Naturgefahren stark schwanken kann. Versicherer und Autobesitzer sollten sich daher auf mögliche Risiken vorbereiten und entsprechende Vorsorgemaßnahmen treffen, um im Falle von Unwettern geschützt zu sein.

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