Weniger Schwangerschaftsabbrüche in Thüringen entgegen Bundestrend
Weniger Schwangerschaftsabbrüche in Thüringen entgegen Bundestrend

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Thüringen ist im zweiten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Laut dem Statistischen Landesamt wurden von April bis Juni bei 680 Frauen aus dem Freistaat Schwangerschaften vorzeitig beendet. Das entspricht einem Rückgang von 107 Fällen oder 13,6 Prozent.

Bundesweit stieg die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche im gleichen Zeitraum hingegen leicht um 0,7 Prozent. Damit entwickelt sich Thüringen gegen den allgemeinen Trend.

Die meisten der betroffenen Frauen waren zwischen 30 und 39 Jahre alt (295 Fälle). Im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es in dieser Altersgruppe 69 Abbrüche weniger. 15 Thüringerinnen waren unter 18 Jahre alt. Mehr als zwei Drittel der Frauen waren ledig.

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In 20 Fällen lag eine medizinische Indikation oder eine Vergewaltigung als Grund für den Abbruch vor. Schwangerschaftsabbrüche sind nach Paragraf 218 StGB grundsätzlich rechtswidrig, bleiben aber in den ersten zwölf Wochen straffrei, wenn eine Beratung erfolgt. Auch bei medizinischen Gründen oder Vergewaltigung ist ein Abbruch straffrei.

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