Der Prozess gegen den AfD-Politiker Christian Zorn wegen Betrugsvorwürfen dauert länger als geplant. Die Richterin am Amtsgericht Stralsund, Zweigstelle Bergen auf Rügen, setzte einen weiteren Verhandlungstermin in drei Wochen an, um weitere Zeugen zu hören.
Die Staatsanwaltschaft wirft Zorn vor, im Juni 2023 von einem Kunden 6.000 Euro für eine Autoreparatur erhalten, diese aber nicht durchgeführt und das Geld nicht zurückgezahlt zu haben. Zorn bestreitet den Betrugsvorsatz und gibt an, die Reparatur durchgeführt zu haben. Das Auto habe er jedoch nicht zurückgeben können, da die Halle an einen neuen Mieter übergegangen sei.
Zorn ist Mitglied des Kreistags Vorpommern-Rügen und der Stadtvertretung Bergen sowie Teil des AfD-Landesvorstands. Seine Direktkandidatur im Wahlkreis 23 für die Landtagswahl zog er zurück, begründet mit eingeschränkter Mobilität und Diskussionen um seine Person. Er kandidiert jedoch weiterhin über die Landesliste auf Platz 18.
Ein weiteres Verfahren wegen Betrugsverdachts gegen Zorn ist anhängig. Es geht um den Verkauf eines mangelhaften Fahrzeugs im November 2025 für 6.000 Euro. Zorn rechnet mit einer Einstellung des Verfahrens.



