Das Bundesverteidigungsministerium hat 24 Standorte für die Musterung der neuen Wehrdienstleistenden bekanntgegeben. Gut vier Monate nach der Wehrdienstreform ist dies der nächste Schritt für den personellen Aufbau. Ab Mitte 2027 soll deutschlandweit gemustert werden.
Für die Standort-Entscheidungen wurden laut Ministerium Daten der statistischen Bevölkerungsverteilung ausgewertet. Ziel war es demnach, Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und einem potenziell großen Bewerberaufkommen auszuwählen.
An 16 bestehenden Standorten der Bundeswehr werden künftig neue Musterungszentren eingerichtet: Bonn, Dresden, Hamburg, Kassel, Kiel, Koblenz, Leipzig, Magdeburg, Neubrandenburg, Nürnberg, Oldenburg, Potsdam, Saarlouis, Schwerin, Ulm und Wiesbaden. Acht neue Standorte entstehen in Bielefeld, Braunschweig, Dortmund, Jena, Kempten, Offenburg, Regensburg und Würzburg.
An den einzelnen Musterungszentren sollen jeweils rund 50 zivile Stellen entstehen. Das erste Musterungszentrum soll laut Ministerium noch in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen. Vor Ort wird die grundsätzliche Eignung von Bundeswehranwärterinnen und -anwärtern geprüft, einschließlich medizinischer, körperlicher, kognitiver und psychischer Eignungsprüfungen.
Von den 18-jährigen Männern, die die Bundeswehr im Zuge des neuen Wehrdienstes kontaktiert hat, sollen mehr als 70 Prozent den zugesandten Fragebogen ausgefüllt und zurückgeschickt haben. Laut RedaktionsNetzwerk Deutschland ignorierte bisher mehr als jeder vierte junge Mann (28 Prozent) das Schreiben. Männer ab dem Jahrgang 2008 sind zu einer Rückmeldung verpflichtet.



