Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) plant, US-Präsident Donald Trump im September nach Deutschland einzuladen. Konkreter Anlass soll der „Wurstmarkt“ in Bad Dürkheim sein, das nach eigenen Angaben größte Weinfest der Welt. Merz kündigte dies am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung der CDU in Rheinland-Pfalz an.
Merz verwies auf die familiären Wurzeln Trumps: Dessen Großvater stammt aus der pfälzischen Gemeinde Kallstadt, die im Landkreis Bad Dürkheim liegt. Trump habe ihn bei seinem letzten Besuch in Washington Anfang März gefragt, wann er wieder Bad Dürkheim besuche. Daraufhin sei Merz die Idee gekommen, Trump zum Wurstmarkt einzuladen.
Der Kanzler räumte jedoch ein, dass Trump „im Augenblick nicht so ganz gut auf mich zu sprechen“ sei. Grund sei Merz’ Ablehnung von Trumps Forderung nach einer deutschen Beteiligung an einem Militäreinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus im Iran-Konflikt. Zudem sei der Termin für den Secret Service vermutlich ein „Albtraum“.
Der Wurstmarkt findet an zwei Septemberwochenenden statt: vom 11. bis 15. September und vom 18. bis 21. September. Merz hält den 11. September wegen des Jahrestags der Terroranschläge in den USA für ungeeignet, schlug aber einen Besuch „ein paar Tage später“ vor. Er werde versuchen, Trump „dazu zu gewinnen, hierherzukommen“.
Merz hatte Trump bereits bei seinem Antrittsbesuch in Washington im Juni 2024 nach Deutschland eingeladen und ihm eine Kopie der Geburtsurkunde von Trumps Großvater geschenkt, der am 14. März 1869 in Kallstadt geboren wurde.



