Im Landkreis Dahme-Spreewald rückt eine Lösung ohne Gebührenbescheide für Rettungsdiensteinsätze näher. Landrat Sven Herzberger (parteilos) zeigte sich nach Gesprächen mit den Krankenkassen am Mittwoch zuversichtlich, dass bis Ende Mai 2026 eine Einigung erzielt werde. Damit wären Gebührenbescheide für die Bürger vom Tisch.
Der Verband der Ersatzkassen Berlin/Brandenburg äußerte sich ebenfalls optimistisch. Sprecher Volker Berg betonte, dass eine tragfähige Einigung möglich sei und Gebührenbescheide vermieden werden könnten. Beide Seiten hätten sich auf eine transparente und wirtschaftliche Kosten- und Leistungsrechnung verständigt.
Mit einigen weiteren Landkreisen laufen noch Verhandlungen zur Finanzierung des Rettungsdienstes. Laut Berg werden die Gespräche konstruktiv fortgeführt, mit dem Ziel tragfähiger und transparenter Lösungen. Der Streit zieht sich seit mehr als einem Jahr hin, nachdem der Kreis Märkisch-Oderland 2025 als erster Gebührenbescheide verschickt hatte.
Im März hatte Gesundheitsminister René Wilke (SPD) die geplanten Gebührenbescheide für Cottbus und Dahme-Spreewald vorerst ausgesetzt, was landesweite Verhandlungen auslöste. Der Landkreis Dahme-Spreewald hatte zunächst angekündigt, dass Bürger zahlen müssten, setzte die rund 28.000 Bescheide aber kurz darauf aus.



