Thüringer Städtepartnerschaften mit USA trotz Trump lebendig
Thüringer Städtepartnerschaften mit USA trotz Trump lebendig

Schüleraustausch, Vereinszusammenarbeit und private Freundschaften: Die Städtepartnerschaften zwischen Thüringen und den USA werden auch unter der Trump-Politik aktiv gepflegt. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings sorgen die verschärften Einreisebestimmungen der USA für Verunsicherung.

Viele Partnerschaften bestehen seit Jahren: Apolda ist mit Rapid City (South Dakota) verbunden, Eisenach mit Waverly (Iowa), Erfurt mit Shawnee (Kansas), Gera mit Fort Wayne (Indiana) und Gotha mit Gastonia (North Carolina). In Mühlhausen wird die Freundschaft mit Saxonburg (Pennsylvania) vor allem privat gepflegt. Die Partnerschaft zwischen Jena und Berkeley ruht seit einem Bürgermeisterwechsel 2024.

Eine wichtige Rolle spielen Kontakte zwischen den Feuerwehren. Ingo Knobbe, Feuerwehrchef von Apolda, betont: „Gerade unter den Feuerwehrleuten sind die menschlichen Kontakte gut und herzlich.“ In Erfurt waren zuletzt Kollegen aus Shawnee zu Gast, ein Gegenbesuch wird vorbereitet.

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Eisenach pflegt eine intensive Partnerschaft mit Waverly: Stadtspitzen besuchen sich regelmäßig, amerikanische Studierende absolvieren Praktika in Eisenach und wohnen in Gastfamilien. Auch Chöre aus Waverly treten regelmäßig auf, auch auf der Wartburg. Die seit fast 35 Jahren bestehende Geraer Partnerschaft mit Fort Wayne sei „sehr lebendig“, so Referentin Juliane Schnabel. Derzeit laufen Vorbereitungen für einen Besuch bei einem Volksfest in Fort Wayne.

In Gotha gibt es jährliche Schüleraustausche im Frühjahr und Herbst. Eisenach will den in der Corona-Pandemie eingeschlafenen Austausch wiederbeleben. Gera organisiert alle zwei Jahre einen Austausch, der nächste soll 2027 stattfinden.

Trotz Trumps Haltung gegenüber Europa werden auf kommunaler Ebene keine Vorbehalte geäußert. Ingo Knobbe beobachtet, „dass die amerikanischen Freunde versuchen, die große Politik da rauszulassen“. Die verschärften Einreisebestimmungen sorgen jedoch für Unsicherheit. In Apolda kommt eine geplante Bürgerreise nach Rapid City nicht zustande, andere Reisen sind aber geplant. Eisenach betont den verbindenden Charakter der Partnerschaft: Die Menschen in Waverly wollten deutlich machen, dass sie nicht hinter Trump stehen.

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