Vor der dänischen Insel Anholt ist ein toter Buckelwal entdeckt worden. Der Kadaver treibt etwa 75 Meter vom Strand entfernt im Wasser. Experten haben Gewebeproben entnommen, um zu klären, ob es sich um den Wal „Timmy“ handelt, der zuvor in der Ostsee gestrandet war.
Camping-Urlauber Claus Kirkeby berichtete, dass der Wal über Nacht näher an die Küste getrieben sei. Morten Abildstrøm von der örtlichen Naturschutzbehörde bezeichnete den Fund als kleine Sensation, da es keine historischen Aufzeichnungen über einen Walstrand auf Anholt gebe.
Der rund 12 Meter lange Kadaver wurde als Buckelwal identifiziert. Abildstrøm ist sich zu 95 Prozent sicher, dass es sich um diese Art handelt. Die Biopsie-Proben werden an Forscher in Deutschland und Dänemark geschickt, unter anderem an ein Labor in Hannover. Ergebnisse werden frühestens in der nächsten Woche erwartet.
Einen GPS-Sender, den die private Rettungsinitiative an der Rückenflosse des Wals angebracht hatte, wurde nicht gefunden. Die dänische Umweltbehörde betonte, dass es bisher keine eindeutigen Anzeichen gebe, dass es sich um dasselbe Tier handelt, schloss dies aber auch nicht aus.



