iPad statt Tafel: Wie eine Schule den digitalen Wandel meistert
iPad statt Tafel: Wie eine Schule den digitalen Wandel meistert

In der Oberschule Gehrden bei Hannover ist der Unterricht weitgehend digital. Statt Schulbüchern und Heften nutzen die Schüler Tablets, auf denen sie Aufgaben bearbeiten und abgeben. „Die Lehrer sind fit, sie sind zu fit“, sagt der zwölfjährige Nikolai. Zocken oder Schummeln sei während des Unterrichts nicht möglich.

Die Schule hat sich nach ersten Tests im Jahr 2010 schrittweise umgestellt. Unterstützt von der Stadt Gehrden wurden rund 150.000 Euro in Glasfaserkabel, WLAN und Server investiert. Ende 2017 erhielt die Oberschule als erste öffentliche deutsche Schule die Auszeichnung „Apple Distinguished School“. Weltweit tragen 470 Schulen diesen Titel, sieben davon in Deutschland.

Schulleiter Carsten Huge betont, dass die Digitalisierung noch nicht abgeschlossen sei. „Es müssen neue Stellen geschaffen werden, die Schule braucht einen IT-ler.“ Auch die didaktische Leiterin Anke Berlin warnt: „Das iPad ist nicht das Allheilmittel.“ Oft fehlten passende Unterrichtsmaterialien, die Lehrer müssten diese selbst erstellen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die Schüler kommen gut mit den Geräten zurecht. „Es ist einfacher und praktischer, und es ist nicht so viel zu tragen“, sagt die zwölfjährige Hanna. Die Tablets gehören den Kindern, die Eltern zahlen sie in einer Summe oder in Raten. Zehn iPad-Regeln sorgen für Ordnung, etwa dass die Geräte morgens voll geladen sein müssen. Lehrer können die Bildschirme per App kontrollieren.

Trotz aller Digitalisierung gibt es noch analoge Elemente: Klassenarbeiten müssen aufgrund fehlender rechtlicher Grundlagen mit Stift und Papier geschrieben werden. „Die Klassenarbeiten sind analog besser“, findet Hanna.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration