Ex-BND-Vize fiel auf Hacker-Trick herein: Signal-Konto gekapert
Ex-BND-Vize fiel auf Hacker-Trick herein: Signal-Konto gekapert

Der ehemalige Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Arndt Freytag von Loringhoven, ist Opfer eines Cyberangriffs auf Nutzer der Messenger-App Signal geworden. Der 69-Jährige bestätigte dem SPIEGEL, dass ein angeblicher Signal-„Support“ Kontakt aufgenommen und die Eingabe seiner PIN gefordert habe. Er gab die Daten preis.

Loringhoven ist nicht der einzige prominente Betroffene. Nach SPIEGEL-Informationen meldeten sich auch hochrangige deutsche Politiker und aktive Beamte in Sicherheitsbehörden bei den Behörden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatten die Angriffe bereits im Februar als „sicherheitsrelevant“ eingestuft.

Niederländische Geheimdienste machten in dieser Woche „russische Staatsakteure“ für die Angriffswelle verantwortlich. Signal selbst spricht von „gezielten Phishingattacken“, die zur Übernahme von Konten führten. Die Verschlüsselung sei nicht betroffen.

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Im Fall Loringhovens erhielten seine Kontakte über sein Konto einen Einladungslink auf eine externe Website. Er warnte alle Kontakte und löschte sein Konto. Loringhoven, der nach seinem Botschafterposten in Warschau das Buch „Putins Angriff auf Deutschland“ veröffentlichte, gilt als Hochwertziel für die Angreifer.

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