Collien Fernandes nennt Deutschland „Täterparadies“ bei Gewalt gegen Frauen
Collien Fernandes nennt Deutschland „Täterparadies“ bei Gewalt gegen Frauen

Die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes hat Deutschland im Zusammenhang mit Gewalt gegen Frauen als „Täterparadies“ bezeichnet. In den ARD-Tagesthemen kritisierte sie die Justiz und sprach von einem „Justizversagen“. Sie selbst habe erlebt, dass eine Anzeige nicht weiterverfolgt worden sei.

Zuvor hatte Fernandes schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben. In einem Instagram-Beitrag schrieb sie, dass über Jahre hinweg unter ihrem Namen Fake-Profile auf verschiedenen Onlineplattformen erstellt worden seien. Über diese Profile seien Männer aus ihrem beruflichen Umfeld kontaktiert worden, die angebliche Nacktfotos und Sexvideos von ihr erhalten hätten. Der Spiegel berichtete zuerst über die Vorwürfe.

Fernandes betonte, dass sie sich nicht erst jetzt zu dem Sachverhalt äußere, sondern bereits seit Jahren. Sie wisse mittlerweile, wer der Täter sei. Ihr sei es wichtig, auf gesetzliche Schutzlücken hinzuweisen. Sie habe sich bewusst dazu entschieden, in Spanien zu klagen, weil dort die Rechte von Frauen deutlich besser seien als in Deutschland.

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Der Oberste Gerichtshof der Balearen bestätigte auf Anfrage der ZEIT, dass ein Vorverfahren gegen Ulmen geführt werde. Die Ermittlungen würden vom Vorsitzenden Richter der Abteilung Gewalt gegen Frauen in Palma de Mallorca geleitet. Ulmens Anwalt spricht von „unwahren Tatsachen“. Eine Anfrage der ZEIT zu den Vorwürfen blieb von Ulmen bislang unbeantwortet.

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