Berliner Behindertenbeauftragte fordert mehr Maßnahmen für Inklusion an Schulen
Berliner Behindertenbeauftragte fordert mehr Maßnahmen für Inklusion an Schulen

Die Berliner Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Christine Braunert-Rümenapf, hat auf unzureichende Bedingungen für Schüler mit Behinderung hingewiesen. Laut Daten aus dem Jahr 2025 werden in Berlin mindestens 2.300 bis 2.800 Kinder und Jugendliche verkürzt, unregelmäßig oder gar nicht beschult. Dies gab sie anlässlich des europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen bekannt.

Besonders betroffen seien Schüler mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung sowie im Autismus-Spektrum. Die Ursachen seien bisher nicht systematisch erfasst worden. Genannt wurden unter anderem zu wenig qualifiziertes Personal, fehlende Rückzugsräume und Probleme bei der Organisation von Pflege und Unterstützung.

Braunert-Rümenapf betonte, das Land Berlin sei verpflichtet, das verfassungsgemäße Recht aller Kinder auf diskriminierungsfreie Teilhabe am Schulsystem sicherzustellen. In jedem Einzelfall müssten angemessene Maßnahmen ergriffen werden, etwa bei der Schulwegbegleitung oder der Assistenz vor Ort.

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Sie forderte den Senat auf, das Thema prioritär zu behandeln und strukturelle Probleme sichtbar zu machen. Dazu gehöre eine landesweit einheitliche, anonymisierte und regelmäßige Erhebung aller Fälle. Zudem brauche es einen Maßnahmenkatalog, um die Zahl der Schüler ohne oder mit verkürztem Unterricht schnell zu senken. Der vergangene Woche erstmals einberufene Runde Tisch der Bildungssenatsverwaltung sei ein erster wichtiger Schritt.

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