Papst Leo XIV. wehrt sich gegen Trumps scharfe Kritik
Papst Leo XIV. wehrt sich gegen Trumps scharfe Kritik

US-Präsident Donald Trump hat Papst Leo XIV. in ungewöhnlich scharfer Form attackiert. Auf der Plattform Truth Social bezeichnete Trump den Papst als „schwach im Umgang mit Kriminalität“ und „schrecklich“ in der Außenpolitik. Trump behauptete zudem, der Papst sei nur wegen seiner US-amerikanischen Herkunft ins Amt gekommen – „damit man besser mit mir umgehen kann“.

Der Papst, der ebenfalls US-Amerikaner ist, hatte am Wochenende im Petersdom zu Frieden aufgerufen und „Allmachtsfantasien“ kritisiert. Trump warf ihm daraufhin vor, sich selbst und der Kirche mit einer „laschen“ Haltung zu schaden. Der Präsident forderte Leo auf, „sich zusammenzureißen“ und kein Politiker zu sein.

Papst Leo XIV. wies die Vorwürfe zurück. Er betonte, seine Friedensappelle gründeten sich im Evangelium. „Ich werde mit dem fortfahren, was ich für die Mission der Kirche in der heutigen Welt halte“, sagte er der Nachrichtenagentur AP. Der Papst fügte hinzu, er fürchte die US-Regierung nicht.

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Hintergrund der Auseinandersetzung ist der Iran-Konflikt. Die USA und Israel hatten den Iran Ende Februar angegriffen; derzeit gilt eine Waffenruhe. Der Papst hatte Trumps Drohungen gegen den Iran zuvor als „wirklich inakzeptabel“ verurteilt.

Trump lobte hingegen den Bruder des Papstes, Louis Prevost, der ein bekennender Anhänger der MAGA-Bewegung ist. „Ich mag seinen Bruder Louis viel lieber“, schrieb Trump. Der Präsident bekräftigte seine Kritik auch vor Journalisten: „Ich bin kein Fan von Papst Leo.“

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