Sexualverbrechen in Pariser Kitas: 16 Festnahmen
Sexualverbrechen in Pariser Kitas: 16 Festnahmen

Der Skandal um sexuelle Gewalt in Pariser Kindergärten und Grundschulen weitet sich aus. Am Morgen wurden 16 Menschen im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen einen öffentlichen Kindergarten im Stadtzentrum festgenommen, wie die Zeitung „Le Monde“ unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtet.

Den Festgenommenen werden Vergewaltigung von Minderjährigen, sexuelle Übergriffe auf Minderjährige und Gewalt gegen Minderjährige vorgeworfen, bestätigte die Ermittlungsbehörde. Seit Monaten sorgen Berichte über Gewalt und Missbrauch in Schülerhorten für Aufsehen, denen offenbar nicht immer konsequent nachgegangen wurde.

Die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau erklärte am Sonntag, dass gegen 84 Kindergärten, rund 20 Grundschulen und 10 Kinderhorte ermittelt werde. „Alle Pariser Arrondissements sind betroffen“, sagte sie dem Sender RTL.

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Der neue Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire teilte Anfang April mit, dass seit Jahresbeginn 78 Schülerbetreuer suspendiert wurden, 31 davon wegen des Verdachts sexueller Gewalt. Im Jahr 2025 waren es 30 Suspendierungen, darunter 16 wegen sexueller Gewalt. Die Betreuer sind meist auf Honorarbasis angestellt und benötigen keine spezielle Ausbildung.

Bürgermeister Grégoire kündigte einen 20-Millionen-Euro-Aktionsplan an, der ein schnelles Melden von Verdachtsfällen, die Einbeziehung der Eltern und bauliche Verbesserungen vorsieht. „Wir müssen alles von Grund auf neu überdenken, mit einem Ziel vor Augen: Nulltoleranz“, sagte der sozialistische Bürgermeister.

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