Im Prozess gegen Marius Borg Høiby, den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, hat eine Ex-Freundin unter Tränen von Gewalt und Aggressionen in der Beziehung berichtet. Die Influencerin Nora Haukland sagte vor Gericht aus, sie habe das Gefühl, Høiby habe zwei Gesichter.
„Da ist der süße Clown, der viel herumalbert und sehr lustig ist. Er war mein bester Freund, den ich wahnsinnig gern hatte“, so Haukland. „Und dann war da Marius, mit dem ich nicht kommunizieren konnte, dessen Augen ganz schwarz wurden.“ Sie habe große Angst bekommen, wenn sie diese Veränderung sah.
Die Beziehung dauerte von 2022 bis 2023. Høiby soll seine damalige Freundin mehrfach gewürgt, getreten, mit Gegenständen beworfen, angeschrien und bedroht haben. „Es fühlt sich an, als stünde ein Pitbull direkt vor dir“, beschrieb Haukland die Situation.
Meistens sei Høiby ausgerastet, wenn er mit etwas konfrontiert wurde, etwa mit Gerüchten über Untreue oder wenn sie sein Telefon genommen hatte. Er habe sie dann als „verdammte Hure“ beschimpft.
Høiby steht seit Anfang April vor dem Gericht in Oslo. Ihm werden 38 Straftaten vorgeworfen, darunter häusliche Gewalt, Sachbeschädigung, Drogen- und Verkehrsdelikte. Einige Taten hat er bereits gestanden. Kurz vor Prozessbeginn wurde er erneut festgenommen, weil er mit einem Messer gedroht und gegen ein Kontaktverbot verstoßen haben soll.



