Das rheinland-pfälzische Innenministerium hat deutliche Kritik an der Deutschen Bahn geübt: Bei der Vorbereitung der Generalsanierung der wichtigen Bahnstrecke zwischen Ludwigshafen, Kaiserslautern und Saarbrücken fühle sich das Land nicht ausreichend eingebunden. In einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion heißt es, sowohl das Land als auch der betroffene Zweckverband ÖPNV (ZÖPNV) seien „mit der mangelnden und schleppenden Einbindung in den konkreten Ablauf und die Sperrkonzepte durch die DB InfraGO unzufrieden“. Zuvor hatte die „Rheinpfalz“ über die Kritik berichtet.
Generalsanierung 2029: Vollsperrung droht
Die geplante Generalsanierung der Strecke soll voraussichtlich im Jahr 2029 stattfinden und wird mit Vollsperrungen verbunden sein. Das Ministerium von CDU-Innenminister Achim Schwickert moniert unter anderem, dass bislang weder dem Land noch dem ZÖPNV verbindliche Aussagen vorlägen, ob und wie der Hauptbahnhof Kaiserslautern während der Bauarbeiten von abzweigenden Strecken bedient werden könne. Klar sei, dass Sperrpausen monatelange, erhebliche Belastungen für die Fahrgäste mit sich brächten.
Grüne fordern Überprüfung des Sanierungskonzepts
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Eder erklärte, nach Verzögerungen bei anderen Generalsanierungen müsse jetzt genau geprüft werden, wie die Bauarbeiten besser organisiert und die Belastung für die Fahrgäste möglichst gering gehalten werden könnten. „Dazu gehört auch die Frage, ob die abschnittsweise Sperrung einzelner Strecken besser wäre als eine monatelange Vollsperrung“, so Eder. Sie forderte zudem, dass Zweckverbände und Aufgabenträger stärker in die Planung eingebunden werden müssten: „Sie kennen die Gegebenheiten vor Ort und wissen am besten, welche Lösungen für die Pendlerinnen und Pendler funktionieren.“



