Die US-Einwanderungsbehörde ICE hat eine Lagerhalle in Salt Lake City, Utah, von einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bank erworben. Der Kaufpreis und weitere Details wurden nicht bekannt gegeben. Die Halle soll als temporäres Gefängnis für Migranten genutzt werden.
Laut einem Bericht des SPIEGEL handelt es sich um eine Immobilie, die zuvor als Logistikzentrum diente. Ein ICE-Sprecher verglich die Nutzung mit einem Amazon-Lager, „aber mit Menschen“. Die Einrichtung soll der Unterbringung von Festgenommenen während des Asylverfahrens dienen.
Die Deutsche Bank bestätigte den Verkauf über ihre Tochter, ohne sich zu den genauen Umständen zu äußern. Kritiker sehen in dem Kauf eine weitere Eskalation der restriktiven Einwanderungspolitik unter der Trump-Regierung. Menschenrechtsorganisationen haben Bedenken geäußert, dass die Bedingungen in solchen temporären Einrichtungen oft unzureichend seien.
Die Halle liegt in einem Industriegebiet und bietet Platz für mehrere hundert Personen. ICE plant, die Einrichtung vorübergehend zu nutzen, bis ein neues, dauerhaftes Gefängnis fertiggestellt ist. Die Behörde betont, dass die Unterbringung den gesetzlichen Standards entspreche.



