IOM-Chefin warnt vor Migrationskrise in Europa durch Iran-Krieg
IOM-Chefin warnt vor Migrationskrise in Europa durch Iran-Krieg

Die Chefin der UN-Organisation für Migration (IOM), Amy Pope, hat Europa vor einer möglichen Migrationskrise durch den Iran-Krieg gewarnt. Innerhalb weniger Tage könnten Millionen Menschen die Grenzen überqueren, ähnlich wie zu Beginn des Ukraine-Kriegs, sagte Pope im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

Pope betonte die Notwendigkeit, die Migrationsbewegungen genau zu beobachten. Derzeit seien Menschen innerhalb des Iran vertrieben, doch es gelte zu prüfen, ob und wann diese Vertreibung auf andere Länder übergreife. In der Vergangenheit hätten Angriffe im Iran dazu geführt, dass Menschen zunächst die großen Städte verließen und zu Familienangehörigen gingen.

Entscheidend für die weitere Entwicklung sei, ob der Konflikt andauere, sich ausweite und zivile Infrastruktur getroffen werde. Dies seien Auslöser für verstärkte Migrationsbewegungen. Pope rief dazu auf, Notfallpläne zu erstellen und zu prüfen, welche Unterstützung Nachbarländer wie die Türkei bei der Aufnahme von Flüchtlingen benötigen.

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Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin" erklärt, dass derzeit keine zusätzlichen Fluchtbewegungen aus dem Iran nach Deutschland zu beobachten seien. Auch EU-Migrationskommissar Magnus Brunner teilte am Montag mit, dass die EU-Kommission keine größeren Bewegungen an den Außengrenzen Irans feststelle.

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