Nach der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sind die Spritpreise in Deutschland gesunken. Super E5 kostete am Donnerstagvormittag im Bundesschnitt 2,14 Euro – der niedrigste Stand seit dem 31. März. Diesel lag bei 2,32 Euro, der günstigste Preis seit dem 2. April. Das zeigen Daten der Plattform Tankerkönig, die die ZEIT ausgewertet hat.
Die neue Preisregel der Bundesregierung, die seit dem 1. April nur noch eine tägliche Preiserhöhung um 12 Uhr erlaubt, konnte den Anstieg nicht bremsen. An Ostern erreichten die Preise neue Höchstwerte. Zuvor stiegen die Preise morgens zwischen 6.30 und 8 Uhr stark an und fielen dann bis zum Abend. Die günstigste Zeit zum Tanken war zwischen 16 und 22 Uhr.
Mit der neuen Regelung sinken die Preise ab 7.30 Uhr und erreichen um 11.40 Uhr den Tiefpunkt. Ob die Krise überstanden ist, bleibt unklar. Die Waffenruhe muss halten, und Iran und USA müssen sich über die Kontrolle der Straße von Hormus einigen. Der Iran fordert zwei Millionen US-Dollar Gebühren pro Tanker. Diese Unsicherheiten verhindern eine dauerhafte Rückkehr zu Vorkrisenpreisen.
Die Diskussion über Entlastungen für Bürger geht weiter. Die Bundesregierung erwägt eine höhere Pendlerpauschale oder einen Teil der Kfz-Steuer zu erlassen. Manuel Frondel vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung schlägt vor, die Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe abzuschaffen und stattdessen die Energiesteuer zu erhöhen, um Mehreinnahmen des Staates in Krisen zu vermeiden.



