Warnstreiks in Niedersachsens Spielbanken nach Betreiberwechsel
Warnstreiks in Niedersachsens Spielbanken nach Betreiberwechsel

Nach der Übernahme der niedersächsischen Spielbanken durch die Merkur-Gruppe kommt es am Mittwoch zu Warnstreiks. Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 430 Beschäftigten zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Gäste müssen mit eingeschränkten Öffnungszeiten, reduziertem Spielangebot und Schließungen rechnen.

Die Spielbanken in Hannover öffnen erst um 12 Uhr, in Bad Zwischenahn, Seevetal, Göttingen und Braunschweig erst um 18 Uhr. Fünf Standorte bleiben ganz geschlossen: Bad Bentheim, Bad Pyrmont, Osnabrück, Wolfsburg und Norderney. In Hannover ist am Vormittag eine zentrale Kundgebung geplant.

Verdi fordert eine Entgelterhöhung von sieben Prozent, die Einführung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie bezahlte Pausen. Die Merkur-Gruppe lehnt die Forderungen als zu hoch ab. Nach Unternehmensangaben würden alle Forderungen zusammen Mehrkosten von rund 15,5 Prozent innerhalb eines Jahres verursachen.

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Die Tarifverhandlungen laufen seit Anfang Januar. In der zweiten Runde gab es eine Annäherung, aber bei der Entgeltsteigerung liegen die Parteien noch weit auseinander. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Donnerstag geplant.

Verdi-Verhandlungsführerin Martina Haack begrüßte die grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft des Arbeitgebers, betonte aber: „Wir schauen auf die Entgeltsteigerungen, von denen wirklich alle Beschäftigten profitieren. Und da liegen wir einfach noch auseinander.“

Die Merkur-Gruppe hatte die zehn Spielbanken am 1. Juli 2025 übernommen, nach einem Rechtsstreit mit der bisherigen Betreiberin SNG. Merkur-Casinos-Vorstand David Schnabel zeigte Unverständnis über den Streik: „Wir respektieren das Streikrecht, aber das Verhandlungsergebnis muss wirtschaftlich tragfähig sein.“

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