Dresden-Gedenken: Politiker mahnen zu historischer Korrektheit
Dresden-Gedenken: Politiker mahnen zu historischer Korrektheit

Zum 80. Jahrestag der Bombardierung Dresdens haben sächsische Spitzenpolitiker zur historischen Korrektheit im Gedenken aufgerufen. Landtagspräsident Alexander Dierks betonte, der Frieden mit den europäischen Nachbarn sei kostbar und dürfe nie wieder aufs Spiel gesetzt werden. „Ein friedliches Europa zu schützen und immer wieder mit Leben zu füllen, das müssen wir an die junge Generation weitergeben“, erklärte Dierks.

Dierks erinnerte an die rund 25.000 Todesopfer der Luftangriffe vom Februar 1945. Er stellte klar, dass die nationalsozialistischen Brandstifter das Inferno selbst entfacht hätten. „1945 kehrte der Krieg nach Deutschland zurück“, so der Landtagspräsident. Das Gedenken dürfe nicht von der Vorgeschichte des NS-Terrors und der deutschen Kriegsverbrechen getrennt werden.

Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) bezeichnete Dresden als „gesamtdeutschen Erinnerungsort und Geschichtssymbol“. Zugleich sei die Stadt zur Chiffre für kontroverse Debatten um Geschichte und Erinnerung geworden. Echtes Gedenken setze die Auseinandersetzung mit den historischen Fakten voraus, betonte Klepsch.

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Sozialministerin Petra Köpping (SPD) warnte vor einer Vereinnahmung des Gedenktags durch Rechtsextreme. Diese versuchten, das Leid der Opfer zu instrumentalisieren, um Hass und Gewalt zu schüren. „Das dürfen wir nicht zulassen“, sagte Köpping. Der 13. Februar dürfe niemals zum Anlass für Hetze und Spaltung werden.

Köpping rief dazu auf, sich aktiv gegen Neofaschismus, Rassismus und Antisemitismus zu engagieren. Das Gedenken an die Bombardierung mit rund 25.000 Opfern sei mit der Mahnung verbunden, in der Gegenwart für demokratische Werte einzustehen. Die Politiker kündigten an, sich an der traditionellen Menschenkette zu beteiligen, die ein Zeichen der Versöhnung und gegen rechtsextreme Vereinnahmung setzt.

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