Dresden – Die Gestaltungskommission kulturhistorisches Zentrum hat nach 20 Jahren und 114 Sitzungen ihren letzten Beschluss gefasst. Die Experten fordern den Abriss des Hotels am Terrassenufer. Das Gebäude beeinträchtige den Canaletto-Blick auf die Dresdner Altstadt.
Ex-Landeskonservator Prof. Dr. Gerhard Glaser sagte stellvertretend für die Kommission: „Das Hochhaus muss abgerissen werden.“ Kunsthistoriker Prof. Dr. Dr. Heinrich Magirius ergänzte: „Die Landschaft ist durch das Hotel beschädigt. Dort stand seit dem 16. Jahrhundert das Belvedere.“ Die Forderung ist rechtlich nicht bindend, könnte aber die seit 26 Jahren schwelende Diskussion neu entfachen.
Bereits 1993 gab es einen Abrissvertrag für das Gebäude, der nie erfüllt wurde. 2011 beschloss der Stadtrat, dagegen zu klagen. Das Oberverwaltungsgericht wies die Klage 2014 ab, da der Vertrag zu schwammig formuliert war. Hotelbesitzer Max Trapp versprach stattdessen eine Fassadensanierung, die bis heute ausblieb. Eine Stellungnahme des Hoteliers lag nicht vor.



